Projekte & Aktivitäten

Programm für die soziale Eingliederung von Menschen auf der Flucht in Europa

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Die plötzliche Ankunft zahlreicher Flüchtlinge in Europa hat deutliche Auswirkungen auf interreligiöse und interkulturelle Beziehungen gezeigt und Fragen aufgeworfen sowie Konsequenzen für den sozialen Zusammenhalt und die Bedeutung europäischer Identitäten mit sich gebracht. Gleichzeitig unterstreichen Terroranschläge in Europa und eine gegensätzliche Berichterstattung kulturelle und religiöse Unterschiede auf beispiellose Weise.

Das Programm für die soziale Eingliederung von Menschen auf der Flucht in Europa, das im Februar 2017 ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die Integration von Flüchtlingen mittels dialogbasierter Projekte zu unterstützen. KAICIID ist sich der Tatsache bewusst, dass Integration ein zweiseitiger Prozess ist, und bemüht sich um eine Verbesserung der Integrationsfähigkeit sowohl auf Seite der Menschen, die Zuflucht suchen, als auch auf Seite der europäischen Aufnahmegemeinschaften.


 

Unsere Arbeit

Das Programm für die soziale Eingliederung von Menschen auf der Flucht in Europa erkennt Integration als wechselseitigen Prozess an und versucht, die Integrationsfähigkeit sowohl von Personen, die Zuflucht suchen, als auch von europäischen Aufnahmegemeinschaften durch einen Zwei-Säulen-Ansatz zu stärken.

I. Säule

Das Projekt Integration durch Dialog bildet europäische Frauen mit Migrationshintergrund zu Dialogbegleiterinnen aus. Es konzentriert sich auf Frauen und Mädchen, die Zuflucht suchen, um ihre Integration proaktiv und dialogisch zu gestalten. Im Jahr 2017 begann das Team, den Dialog für Asylwerber und anerkannte Flüchtlinge zu fördern, entweder in den Aufnahmezentren des Roten Kreuzes und der Caritas oder durch die Integration der Dialoge in Deutschkurse. Bis heute hat das Pilotprojekt mehr als 80 Personen erreicht. Das Programm wird derzeit als Pilotprojekt in Wien durchgeführt.

 

II. Säule

Die zweite Säule unterstützt die Fähigkeit der Aufnahmegemeinschaften, sich an die Bedürfnisse von Neuankömmlingen anzupassen. KAICIID plant zunächst, sich auf die interreligiöse Bildung von jungen Menschen auf der Flucht zu konzentrieren. Das Wissen, das Verständnis und die Erfahrung, die junge Menschen von ihren eigenen und anderen religiösen Traditionen haben, beeinflussen die Bildung religiöser Identität, ihren Sinn für Anderssein, Inklusion und Ausgrenzung. Diese Programmkomponente soll die Kommunikation und Koordination zwischen politischen Entscheidungsträgern, Religionsgemeinschaften und religiösen Organisationen verbessern, um die interreligiöse Bildung und den Dialog zwischen jungen Menschen in Europa zu stärken.

I. Säule

•    Phase 1, die im März 2017 abgeschlossen wurde, umfasste den Rekrutierungsprozess und die Erstausbildung eines Teams von Dialogbegleiterinnen für Frauen. Die Dialogbegleiterinnen sind alle österreichische Staatsbürger mit Migrationshintergrund, die entweder Arabisch, Farsi / Dari oder Paschtun als Muttersprache sprechen und Erfahrung mit Menschen auf der Flucht haben.

•    In der 2. Phase, die von April bis September 2017 stattfand, organisierten die Dialogbegleiterinnen eine Reihe von Dialogveranstaltungen zwischen Gruppen von Menschen auf der Flucht. Eine Reihe von integrationsbezogenen Themen wird in jeder Dialogserie behandelt, an der eine Gruppe von etwa 10 bis 25 Asylwerbern oder anerkannten Flüchtlingen teilnimmt.

•    Ein Kooperationsprojekt zwischen der in Wien ansässigen NGO Human Relief und KAICIID wurde Mitte 2017 initiiert um zu erarbeiten, wie das Dialogzentrum mit den Deutschkursen von Human Relief für Frauen auf der Flucht zusammenarbeiten könnte.

•    Die 3. Phase begann im September 2017. In dieser Phase konzipierten und implementierten die Dialogbegleiterinnen Mini-Projekte, die den dialogischen Austausch zwischen Menschen auf der Flucht und Mitgliedern der Aufnahmegemeinschaften unterstützen. Schließlich wird ein Bericht erstellt und an österreichische Institutionen und Dienstanbieter verteilt, um Erfahrungen und Empfehlungen bezüglich der geschlechterspezifischen Aspekte und der kulturellen Sensibilität von Programmen für Menschen auf der Flucht auszutauschen.

 

II. Säule

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission fand Ende 2017 ein Expertenworkshop zum Thema "Erziehung zum Verständnis des Anderen: Glaube für junge Menschen auf der Flucht" statt. Der Workshop brachte Akteure mit religiösem Hintergrund, politische Entscheidungsträger und andere Experten zusammen und führte zu programmatischen und politischen Empfehlungen, um die Lücken in Bildung und interreligiösem Dialog zu schließen, die junge Menschen in Europa davon abhalten, das religiöse und kulturelle Andere zu verstehen und zu akzeptieren.

Supported by KAICIID, the Network brings together European grassroots dialogue organizations and other experts to jointly promote interreligious and intercultural dialogue for social inclusion. On the basis of an Expert’s Workshop on Interreligious Education in Europe, co-hosted by KAICIID and the European Commission Representation in Austria, a core group of 11 founding Network members met in September 2018 in Hinterbrühl, Austria to determine a collaborative path forward and create a joint action plan for 2019. This Network aims to foster social inclusion, peace and coexistence in Europe within the context of migration.

Individuals matter. Effective integration, like social cohesion, requires local, grassroots engagement, because it always comes down to individual decisions and relationships at the community level.

Dialogue matters. Individual attitudes towards the other can be transformed for the better through dialogue across religious or cultural divides. Effective dialogue requires a certain set of skills and attitudes, which can be taught and learned.

Human rights are individual, universal, interdependent and interrelated. All people are born with the same individual human rights, including freedom of religion or belief (or non-belief), freedom of conscience and freedom of expression. No one’s rights should be infringed in the name of upholding someone else’s rights, and indeed this is never necessary.

Organizations matter. In order to impact policy and foster dialogue as an attitude and approach, KAICIID recognises that it is critical to partner with key European organizations and within existing institutional frameworks.