Loading...

What We Do

Das KAICIID Medienprogramm

Das KAICIID Medienprogramm versucht, die falsche Darstellung von Religion und religiösen Menschen in den Medien und im Internet in einer Weise zu adressieren, die die Pressefreiheit hochhält. Die Menschen sollen ein genaues Verständnis von religiösen Gemeinschaften und Überzeugungen haben. Ihre Meinungen werden zu einem großen Teil von den Massenmedien und durch Informationen aus dem Internet geprägt. KAICIID entwickelt Schulungen und engagiert sich in der Öffentlichkeitsarbeit – durch Publikationen und Veranstaltungen – um diesem Bedarf zu begegnen. KAICIID arbeitet mit interreligiösen Dialogexperten, Religionsführern und Journalisten religiöser und weltlicher Medien in einem zweigleisigen Ansatz zusammen. Einerseits versucht KAICIID, eine sorgfältigere Darstellung von Religion und Religionsgemeinschaften in den Medien und Online zu unterstützen. Andererseits müssen Religionsführer, die als Informationskanäle für ihre Gemeinden dienen, ebenfalls versiert im Umgang mit Medien und Informationen sein: Dies befähigt sie, auf Hetze und Fehldarstellungen zu reagieren und ermöglicht ihnen ein kritisches Bewusstsein dafür, wie Massenmedien und andere Informationsquellen Wahrnehmungen formen.

TIPPS FÜR JOURNALISTEN, DIE ÜBER RELIGION BERICHTEN

Images of Faith: Encouraging Self-Representation in the Media („Bilder des Glaubens: Förderung religiöser Selbstdarstellung in den Medien“)

Religiöse Gemeinschaften sind Teil des Gefüges einer Gesellschaft, aber aufgrund der Vielfalt und Komplexität der religiösen Gemeinschaften und Glaubensrichtungen kann es für Journalisten eine große Herausforderung sein, Themen, die Religion und religiöse Menschen betreffen, akkurat und informiert darzustellen.

KAICIID hat ein Instrumentarium für Journalisten zusammengestellt, die über Geschichten mit einer religiösen Dimension berichten, darunter auch Empfehlungen von Journalisten für Dialogführer, die ihrer Stimme Gehör verschaffen möchten. Die in dieser Publikation enthaltenen Tipps und Praxisbeispiele wurden von über 40 Journalisten bei einem Treffen in Kapstadt, Südafrika, im April 2014 entwickelt, das sich als eintägige Diskussionsveranstaltung mit guten Praxisbeispielen für die Berichterstattung über Religion befasste. Ihre Vorschläge wurden von KAICIID zusammengetragen und überarbeitet.

AUSBILDUNG FÜR INTERRELIGIÖSE DIALOGEXPERTEN UND RELGIONSVERTRETER

KAICIID entwickelt mit internationalen Experten Lehrpläne die an Religionsführer und DialogexpertInnen gerichtet sind und die während der KAICIID Dialogue Days im November 2014 in einem Pilotprojekt erprobt wurden.

Die beiden in Entwicklung befindlichen Programme sind:

Media Wise: Empowering Responsible Religious Leadership in the Digital Age („Medien: Förderung von verantwortungsvoller Religionführung im digitalen Zeitalter“): 

Religionsvertreter sind sowohl Konsumenten als auch Übermittler von Informationen. Dieses Programm ist auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und befähigt Religionsvertreter dazu, Nachrichtenmedien zu verstehen, zu evaluieren, wie Nachrichten und Information die Wahrnehmung von Menschen anderer Religionen oder Kulturen beeinflussen, wie hochwertige Informationen gefunden werden und wie mit falschen Informationen umgegangen werden kann. Dieser Kurs ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem KAICIID-Partner UNESCO, und die UNESCO und KAICIID arbeiten auch zusammen an dem Pilotprojekt für dieses Programm. 

Speak Up: Social Media and Communications Training for Interreligious Dialogue Practitioners („Heraus damit!: Training zu sozialen Medien und Kommunikation für Praktiker im Bereich des Interreligiösen Dialogs“): 

Erfahrene interreligiöse Dialogexperten kennen den Wert von Dialog und das Potential von Glauben als eine Kraft für den Frieden – es ist ihre tagtägliche Realität. Aber zu oft gehen ihre Botschaften über positives Handeln und Frieden in den Geschichten über Gewalt und den Nachrichten über Konflikte, die im Namen von Religion geführt werden, unter. Dieser Kurs hilft Dialogexperten dabei, soziale Medien zu nutzen und sich mit Journalisten zu vernetzen, um ihre Geschichten vom Frieden zu erzählen.

Die Pilotversuche dieser Ausbildungskurse werden rund 80 Religionsvertretern und Dialogexperten in Neu-Delhi und Nairobi angeboten. KAICIID arbeitet mit dem Global Network of Religions for Children in Nairobi, Kenia, und dem Sarv Dharma Sansad in Neu-Delhi zusammen, um diese Programme anbieten und danach die Verwendung der erworbenen Kompetenzen durch die Teilnehmer nachverfolgen zu können.

KAICIID wird Expertenkomitees einberufen, um die Lehrpläne, basierend auf den Evaluierungen und dem Feedback aus den Pilotprogrammen, mit Blick auf ein weltweites Angebot von Ausbildungskursen im Jahr 2015 und darüber hinaus zu überprüfen und zu überarbeiten. 

BEFRAGUNG ZU MEDIENKONSUM UND -NUTZUNG

Zusätzlich zu den Lehrplänen plant KAICIID eine Befragung von Religionsvertretern und Dialogexperten auf der ganzen Welt, um herauszufinden, wie diese die Medien und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten nutzen, wie sie Nachrichten konsumieren und wie sie soziale Medien verwenden, um sich mit anderen zu vernetzen. Die Ergebnisse dieser Befragung werden 2015 veröffentlicht und werden KAICIID dabei helfen, sein Medientraining und seine Öffentlichkeitsarbeit und -aktivitäten an diese Zielgruppen anzupassen, um die Art, wie religiöse Gemeinschaften mit den Medien interagieren, zu verbessern und Journalisten dabei zu helfen, akkurater über religiöse Gemeinschaften zu berichten.
 

RELIGIÖSES NETZWERK FÜR NACHRICHTENMEDIEN

KAICIID plant ein Netzwerk von Journalisten zu schaffen, die für glaubensbasierte Medien arbeiten. In diesem Netzwerk werden sie gemeinsam daran arbeiten, die Praxis des Journalismus zu stärken und am interreligiösen Dialog teilzunehmen. Religiöse Medien sind wichtige Quellen für Nachrichten und Meinungen innerhalb von Glaubensgemeinschaften. Sie formen die Art und Weise, die Mitglieder anderer religiöser Traditionen wahrgenommen werden. Es ist daher unerlässlich, dass Journalisten glaubensbasierter Medien die Möglichkeit haben, in Dialog mit Angehörigen anderer Religionen zu treten und bewährte Verfahren für die Herstellung von qualitativen, religions-sensitiven Nachrichten auszutauschen.

Obwohl es bereits bestehende Programme auf der ganzen Welt gibt, die Journalisten vernetzen und unterstützen, die über die Religion zu berichten suchen, und obwohl innerreligiöse Mediennetzwerke existieren, gibt es derzeit kein Netzwerk für Journalisten das auf einer religionsübergreifenden Gruppe religiöser Medien basiert.