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KAICIID beendet die erfolgreiche Reihe regionaler Workshops zum Thema „Das Bild des Anderen“ mit einer Konferenz in Buenos Aires

22 Oktober 2013
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In der Stadt Buenos Aires fand vor Kurzem eine Regionalkonferenz zum Thema „Das Bild des Anderen: Interkulturelle und interreligiöse Bildung – Bewährte Vorgehensweisen in Nord- und Südamerika“ statt. Die eintägige Konferenz war der letzte einer ganzen Reihe regionaler Workshops zu diesem Thema und wurde vom Internationalen König-Abdullah-Bin-Abdulaziz-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID) organisiert, das seinen Sitz in Wien hat. 

Dabei kamen Forscher, Lehrkräfte, Politiker und andere Personen zusammen, die in den verschiedensten Bereichen wie beispielsweise der Friedensförderung und der politischen Bildung, tätig sind. Die teilnehmenden Fachleute befassen sich in ihrem Alltag mit Aspekten kultureller und religiöser Diversität. 

Ziel der Konferenz war es, die in Nord- und Südamerika erzielten Erfolge zu erkennen, daraus zu lernen und zugleich die verstärkte Anwendung lokaler und kulturell angepasster Modelle interkultureller Bildung zu fördern. Die Veranstaltung in Buenos Aires war der letzte von vier solchen regionalen Workshops von KAICIID im Jahr 2013, die den internationalen Austausch von Ideen, Methoden, Modellen und Materialien fördern sollten. Ihr gingen ähnliche Veranstaltungen im europäischen Mittelmeerraum, in Afrika und Asien voraus. Die bei diesem Treffen entwickelten Empfehlungen werden nun in anderen Regionen vermittelt und konsolidiert, und zwar zusammen mit den Empfehlungen der anderen drei Konferenzen im Globalen Forum von KAICIID in Wien im November. 

Bei diesem wichtigen Treffen für die globalen interkulturellen und interreligiösen Bildungsgemeinschaften werden Lehrkräfte, religiöse Würdenträger und Politiker aus der ganzen Welt zusammenkommen. Nach der Konferenz in Buenos Aires begrüßte KAICIID-Generalsekretär Faisal Bin Muaammar die weitreichende Diskussion und sagte: „Durch diese Zusammenkunft haben wir gehört, wie wirksam Bildung durch Auseinandersetzung mit den vielen Formen von Diversität – sprachlich, ethnisch, kulturell und religiös – sein kann. Außerdem haben wir gelernt, wie sehr die soziale Integration in dieser Region durch Dialog und Bildung vorangebracht werden kann.“

Die Nationaldirektorin von Information and Educational Quality Assessment (DINIECE) fügte hinzu: „In Argentinien ist im Bereich interkultureller Bildung noch immer viel zu tun. Es gibt dort zwar den Bildungsansatz der sogenannten bilingualen interkulturellen Bildung, die größte Herausforderung besteht jedoch darin, die kulturelle Diversität innerhalb des Bildungssystems in Argentinien sichtbar zu machen. Diese erste Herausforderung steht in Zusammenhang mit der Anerkennung der einheimischen Identitäten an sich. Es ist absolut notwendig, dass diese Gemeinschaften Rechtssubjekte darstellen.“

Während seines Aufenthalts in Buenos Aires traf sich Generalsekretär Bin Muaammar auch mit dem Staatssekretär für religiöse Angelegenheit, Botschafter Guillermo Oliveri, sowie dem Unterstaatssekretär für Gleichberechtigung und Qualität in der Bildung, Gabriel Brener.