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„Interreligiöser und intrareligiöser Dialog spielen eine wesentliche Rolle bei der Verhinderung und Bekämpfung der Anstiftung zur Gewalt“: Stellvertretender KAICIID-Generalsekretär bei Ministerkonferenz der Vereinten Nationen

14 Juli 2017
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Im Rahmen einer Nebenveranstaltung während des hochrangigen Segments der 72. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen rief der stellvertretende KAICIID-Generalsekretär Botschafter Alvaro Albacete die internationale Gemeinschaft dazu auf, Religionsgemeinschaften in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen zur Bekämpfung von Hassreden und Anstiftung zur Gewalt zu stellen.

Botschafter Albacete vertritt das in Wien ansässige Internationale Dialogzentrum (KAICIID), dessen Mandat in der Förderung des weltweiten Einsatzes von Dialog zur Verhinderung und Lösung von Konflikten liegt, um zu Verständnis und Zusammenarbeit anzuregen.

Er sprach auf einer Veranstaltung mit dem Titel „Umsetzung des Aktionsplan für religiöse Würdenträger und Akteure zur Verhinderung von Anstiftung zur Gewalt, die zu Gräueltaten führen könnte“, die gemeinsam vom UN-Büro für die Verhütung von Völkermord und die Schutzverantwortung, der ständigen Beobachtermission des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, dem Globalen Zentrum für Schutzverantwortung und der interinstitutionellen Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für Religion und Entwicklung organisiert wurde.

Der anfänglich erwähnte Aktionsplan wurde im Rahmen eines zweijährigen Konsultationsprozesses entwickelt, der unter dem Namen Fez-Prozess bekannt ist und vom VN-Büro für die Verhütung von Völkermord und die Schutzverantwortung gemeinsam mit Partnern wie KAICIID, dem Weltkirchenrat und weiteren Organisationen geleitet wurde.

Zum Ende des Fez-Prozesses, der mehr als 200 religiöse Akteure aus 77 Ländern beteiligte, wurde am 14. Juli 2017 von VN-Generalsekretär Antonio Guterres der Aktionsplan ins Leben gerufen.

Der Aktionsplan umfasst eine Reihe von Maßnahmen, die religiöse Würdenträger und andere Akteure, die bei der Verhinderung von Gräueltaten eine wesentliche Rolle spielen, durchführen können, um die Anstiftung zur Gewalt einzudämmen.

Das KAICIID war von Anfang an als Partner am Fez-Prozess beteiligt und hat vor Kurzem eine Absichtserklärung mit dem VN-Büro für die Verhütung von Völkermord und die Schutzverantwortung getroffen, um gemeinsam an der Umsetzung des Aktionsplans zu arbeiten.

In seiner Ansprache verwies Botschafter Albacete darauf, dass KAICIID durch seine laufenden Programme bereits an der Umsetzung des Aktionsplans arbeite.

„KAICIID ist am besten aufgestellt, um die Umsetzung durch gezielte Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung der Anstiftung zur Gewalt, bessere Bildung und Kapazitätsaufbau, die Stärkung der Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Partnern sowie die Schaffung von Netzwerken religiöser Würdenträger zu unterstützen.

Vor allem aber sieht KAICIID in der Förderung des inter- und intrareligiösen Dialogs einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung aller thematischen Gebiete des globalen Aktionsplans, und das Zentrum stellt einen engagierten, führenden Partner bei der Förderung des interreligiösen und intrareligiösen Dialogs dar.“

Das Panel wurde von Dr. Simon Adams, Exekutivdirektor des Globalen Zentrums für Schutzverantwortung, moderiert. Seine Exzellenz Erzbischof Paul Richard Gallagher, Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten des Heiligen Stuhls, hielt die Eröffnungsrede.

An der Seite von Botschafter Albacete sprachen Herr Adama Dieng, Untergeneralsekretär und Sonderberater des UN-Generalsekretärs für

die Verhütung von Völkermord, Herr Achim Steiner, Leiter des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, Frau Azza Karam, leitende UNFPA-Beraterin zu Kultur und IATF-Leiterin zu Religion und Entwicklung, Rev. Kyoichi Sugino, stellvertretender Generalsekretär der internationalen Organisation Religionen für den Frieden, Hind Kabawat, Direktorin für interreligiöse Friedensförderung am Center for World Religions Diplomacy & Conflict Resolution, George Mason University, Fr. James Oyet Latansio, Generalsekretär des Südsudanesischen Kirchenrats, Sadhvi Saraswati, Global Interfaith WASH Alliance und Direktorin der Divine Sakhti Foundation, Ephraim Isaac, Direktor des Instituts für Semitistik, Princeton University, und Vorsitzender des Board of the Ethiopian Peace and Development Center.