KAICIID nahm gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der portugiesischen Religionsgemeinschaften, der Kommission für Religionsfreiheit und der Arbeitsgruppe für interreligiösen Dialog im Palácio de Belém an den Feierlichkeiten anlässlich des Nationalen Tages der Religionsfreiheit und des interreligiösen Dialogs teil, der am 22. Juni begangen wurde.
Die vom Präsidenten der Portugiesischen Republik ausgerichtete Feier fand zudem anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Verabschiedung und des Inkrafttretens des portugiesischen Gesetzes für Religionsfreiheit statt. Sie brachte religiöse Führungspersönlichkeiten und Vertreter von Institutionen zusammen, um über die Notwendigkeit nachzudenken, die Religions- und Weltanschauungsfreiheit zu schützen und den Dialog zwischen den Gemeinschaften zu stärken.
Für KAICIID, das seinen Sitz in Portugal hat, hatte die Gedenkfeier eine besondere Bedeutung. Sie bot die Gelegenheit, das Engagement der Organisation für interreligiösen und interkulturellen Dialog als Grundlage für sozialen Zusammenhalt, gegenseitiges Verständnis und friedliches Zusammenleben zu bekräftigen.
KAICIID trug zudem zur öffentlichen Debatte rund um diesen Tag bei, indem das Zentrum eine wesentliche Botschaft hervorhob: Religionsfreiheit wird nicht allein durch Gesetze geschützt. Sie hängt auch von Vertrauen, Bildung, religiöser Kompetenz sowie gut vorbereiteten Institutionen und Gemeinschaften ab, die in der Lage sind, miteinander in Dialog zu treten, bevor Spannungen zu Krisen werden.
Diese Gedenkfeier fand zu einem Zeitpunkt statt, zu dem Portugal offiziell eingeladen worden war, dem Rat der Vertragsparteien von KAICIID beizutreten. Dies bekräftigt das Engagement des Dialogzentrums, mit Partnern in Portugal und weltweit zusammenzuarbeiten, um den Dialog zu fördern, Hassrede entgegenzuwirken und inklusive Gesellschaften zu unterstützen, in denen Menschen aller religiösen und kulturellen Hintergründe in Würde und Respekt zusammenleben.