Unterstützung des sozialen Zusammenhalt in der Zentralafrikanischen Republik mithilfe von Dialogtraining

15 Mai 2017
CAR ToT

Das Internationale Dialogzentrum (KAICIID) veranstaltete vom 15. bis 23. Mai 2017 ein zweiwöchiges Ausbildungsprogramm für Trainer in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR). Im Mittelpunkt stand der Aufbau von Dialogkapazitäten unter Frauen und jungen Menschen aus der muslimischen Gemeinde der ZAR. Die Schulung bildete ein sachkundiges Team von Trainern aus, die Gruppen vertreten, die unter sozialer Ausgrenzung leiden. Diese Frauen und jungen Menschen sind wichtige Partner beim Aufbau eines dauerhaften Friedens im Land.

Die Teilnehmer, die unterschiedliche Gruppen innerhalb der muslimischen Gemeinde der ZAR vertreten, erwarben Techniken zur Durchführung und Förderung von Dialog. Dabei lernten sie, sich mit der Dynamik von Konflikten zu befassen und einen sicheren Rahmen für Dialog zu schaffen. Auch hatten sie die Gelegenheit, an interreligiösem Dialog mit anderen Mitgliedern der muslimischen Gemeinde teilzunehmen. Auf der Grundlage dieser Fortbildung wird ein Handbuch zum Dialogtraining speziell für die ZAR erarbeitet, das landesweit zum Einsatz kommen wird.

„Trotz ihres maßgeblichen Beitrags zum sozialen Zusammenhalt sind Frauen und Jugendleiter häufig von der Entscheidungsfindung ausgeschlossen“, so Abderrahman El Yessa, KAICIID-Chef des interreligiösen Dialogprogramms in Konfliktsituationen, der das Training betreute. „Frauen und Jugendliche ebenso wie religiöse Würdenträger sind dank ihrer Nähe zu den Menschen vor Ort in der Lage, die ganze Gesellschaft mit Blick auf einen dauerhaften Frieden im Land zu mobilisieren.“

Das Intensivtraining über Dialogförderung zwischen Gemeinschaften war ein wichtiges Anliegen, das Vertreter der muslimischen Gemeinschaft im Rahmen des im Februar 2016 in Wien verabschiedeten Maßnahmenplans vorgebracht hatten. Der Maßnahmenplan trägt zu den Bemühungen um einen stabilen Frieden in der Zentralafrikanischen Republik bei. KAICIID unterstützt den Prozess in der Zentralafrikanischen Republik, der darauf abzielt, eine friedliche Entwicklung des Landes zu fördern.