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Stellvertretender KAICIID-Generalsekretär DSG betont die Bedeutung von interreligiösen Aktionen für das Peacebuilding

19 Mai 2016
Seville Congress

Beim 11. Kongress der spanischen Gesellschaft für Religionswissenschaften (SECR) zu „Gewalt, Frieden und Religion“,  die vom 19. bis 21. Mai 2016 in Sevilla stattfand, betonte der stellvertretende KAICIID-Generalsekretär für Außenbeziehungen, Botschafter Alvaro Albacete, den Wert von Religion für Peacebuilding-Initiativen. „Es ist notwendig, dass Religionen Stellung beziehen und sich gegen Gewalt aussprechen, aber es ist nicht genug. Sie müssen auch interreligiöse Taten folgen lassen“, sagte er.

Der stellvertretende Generalsekretär sprach bei der Eröffnungszeremonie des Kongresses, der durch die Universidad Pablo de Olavide,, die spanische Gesellschaft für Religionswissenschaften, das internationale Dialog-Zentrum (KAICIID) und das Institut für Religionswissenschaften an der Complutense Universität von Madrid organisiert wurde. Der interdisziplinäre Kongress brachte über 100 Experten zusammen, welche die Herausforderung von Gewalt diskutierten, die vorgeblich im Namen der Religion verübt wird, und Kriterien für friedliche Lösungen anboten, die auf Dialog basieren. Der Kongress behandelte auch die Beiträge von Religionen zu Konfliktverhinderung, Vermittlung und Konfliktlösung.

„Diese Zusammenarbeit zwischen Diplomatie und Wissenschaft, insbesondere Religionswissenschaften, kann uns helfen, gemeinsam auf eine bessere Welt hinzuarbeiten,“ sagte Albacete. Während seiner Präsentation besprach er interreligiöse Dialoginitiativen in der zeitgenössischen Diplomatie. „Religion kann wirklich eine Kraft für Frieden sein, etwas, das zur lobenswerten Zielsetzung der Schaffung, des Erreichens und des Schutzes des internationalen Friedens beiträgt“, fügte er hinzu.

Während seiner Teilnahme an der ersten Diskussion, stellte der leitende Berater Professor Patrice Brodeur KAICIIDs Peacemapping-Projekt vor: „Die neue KAICIID-Friedenskarte bietet 96 Definitionen des Dialogs.“ Er erklärte, dass die schnelle Zunahme des interreligiösen Dialogs überall auf der Welt mit einem Wachstum der Zivilgesellschaft übereinstimmt.

Dr. Shahram Nahidi, Programm-Manager für E-Learning und virtuelle Plattformen, diskutierte die Herausforderungen in der Lehre des interreligiösen Dialogs anhand der Fallstudie von KAICIIDs universitär akkreditierten Online-Kurses zum interreligiösen Dialog. Seiner Erfahrung nach ist „eine der Hauptherausforderungen der Ausbildung im IRD, Anfängern beizubringen, wie man von naiver Objektivität zu kritischer Subjektivität wechselt“. „Interreligiöser Dialog darf politische Themen weder vermeiden noch ausschließen. Stattdessen muss es diese adressieren und nutzen, um in Dialog zu treten,“ sagte er.

Der Kongress wurde von verschiedenen Organisationen und Institutionen gefördert, einschließlich  des Colegio de Abogados De Sevilla, das den Veranstaltungsort stellte, und  der Fundación Tres Culturas, wo eine der Diskussionsveranstaltungen stattfand.