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Projektupdate: Zentralafrikanische Republik Länderprogramm

09 Nov 2016

Das internationale Dialogzentrum (KAICIID) hat, in Zusammenarbeit mit Finn Church Aid und dem Netzwerk für religiöse und traditionelle Friedensstifter in der Zentralafrikanischen Republik, einen weiteren Meilenstein in der Wiederaufnahme des Dialogs und Verständnisses zwischen den muslimischen und christlichen Gemeinschaften in der Zentralafrikanischen Republik erreicht. Nach Beratungen mit lokalen Interessenvertretern wurde KAICIID gebeten, in der nächsten Phase des Länderprogramms "Interreligiöse Spannungen in der Zentralafrikanischen Republik verringern" ein interreligiöses Dialogtraining für hochrangige Religionsvertreter der Zentralafrikanischen Republik anzubieten. Das Programm zielt darauf ab, Religionsvertreter zusammenzubringen, um eine friedliche Koexistenz zu erleichtern, sowie Dialog und das Verständnis zwischen den Religionsgemeinschaften zu fördern.

KAICIIDs Programm in der Zentralafrikanischen Republik basiert auf einer starken Grundlage lokaler Eigenverantwortung und wird unter der Leitung hochrangiger Religionsvertreter durchgeführt, die Mitglieder eines Follow-Up-Komitees sind, das während eines wegweisenden Treffens zentralafrikanischer Religionsvertreter im KAICIID-Hauptsitz im Februar 2016 ins Leben gerufen wurde. Das Komitee besteht aus religiösen und zivilgesellschaftlichen Gemeinschaftsführern, die Frauen, Jugendliche, die zentrale Moschee, die zentralafrikanische islamische Gemeinschaft und den Bezirksbürgermeister vertreten.

Zusätzlich sprachen die lokalen Interessenvertreter über die nächsten Schritte im Rahmen des Aktionsplans und riefen speziell KAICIID dazu auf, lokalen Religionsvertretern Capacity Building und Dialogtraining zur Verfügung zu stellen. Diese Trainings werden in vom Follow-up Komitee ausgewählten Regionen durchgeführt.

Das Länderprogramm in der Zentralafrikanischen Republik wird in enger Zusammenarbeit mit Search for Common Ground (SFCG), einer nichtstaatlichen Organisation durchgeführt, die Dialog und Frieden in der Zentralafrikanischen Republik fördert. Gemeinsam mit SFCG unterstützt KAICIID die interreligiöse Plattform mit Sitz in Bangui, die von Monsignore Nzapalainga, dem Erzbischof von Bangui geführt wird; Imam Oumar Kobine Layama, Präsident der islamischen Gemeinschaft; Reverend Nicolas Guerekoyame-Gbangou, Präsident des evangelischen Bündnisses der Zentralafrikanischen Republik. Im Rahmen dieser Partnerschaft arbeiten KAICIID und SFCG auch gemeinsam am Aufbau einer muslimischen Radiostation, die den Frieden in der Zentralafrikanischen Republik fördern soll.

KAICIIDs Arbeit in der Zentralafrikanischen Republik wird von der Europäischen Union, den Vereinten Nationen, der amerikanischen und der französischen Botschaft in Bangui, sowie von dem Premierminister, seine Exzellenz Simplice Mathieu Sarandji, und der Ministerin für nationale Versöhnung, Virginie Baikoua, unterstützt. Der nationale Experte des Dialogzentrums in der Zentralafrikanischen Republik, Boris Modeste Yakoubou, arbeitet in Bangui. Er unterstützt die Zusammenarbeit mit lokalen Interessenvertretern und beaufsichtigt die Implementierung der Projekte im Land.