KAICIID und UNO-Büro für Verhütung von Völkermord und für die Schutzverantwortung erneuern Absichtserklärung

31 Okt 2019

Wien / 31. Oktober 2019. Das Internationale Dialogzentrum (KAICIID) und das Büro der Vereinten Nationen für die Verhütung von Völkermord und für die Schutzverantwortung haben ihr Engagement zur Zusammenarbeit in Fragen von gemeinsamem Interesse erneuert, wozu die Bekämpfung von Hassreden und die Einbeziehung von Religionsvertretern in die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden zählen.

Der KAICIID-Generalsekretär Faisal Bin Muaammar und Adama Dieng, Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für die Verhütung von Völkermord, unterzeichneten gestern eine neue Absichtserklärung und gelobten, die Mandate und Bemühungen ihrer Organisationen, Frieden und Aussöhnung zu fördern, gegenseitig zu unterstützen.

Diese Einsatzbereitschaft für den Aktionsplan für Religionsvertreter und Akteure zur Vermeidung und Bekämpfung der Anstiftung zur Gewalt, die zu Gräueltaten führen könnte, ist das Ergebnis einer 4 Jahre langen Zusammenarbeit an Projekten wie dem „Fez Process“. Nach der formellen Zusammenarbeit im Rahmen einer ersten Absichtserklärung seit 2017 werden sich die Partner nun auf die Umsetzung des Aktionsplans konzentrieren. Sie werden auch das Engagement religiöser Akteure bei der Verhütung von Gräueltaten verstärken und die Zusammenarbeit zwischen Religionsvertretern und Akteuren, den Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen und der Zivilgesellschaft fördern, um die Anstiftung zur Gewalt durch Dialogplattformen zu verhindern.

Die Absichtserklärung wurde im Rahmen der Konferenz des Zentrums zum Thema „The Power of Words: Die Rolle von Religion, den Medien und Politik im Kampf gegen Hassreden“ unterzeichnet. Bei der Konferenz versammelten sich rund 200 Teilnehmer aus der ganzen Welt, um Wege zu diskutieren, wie Hassreden in den Bereichen Politik, Religion, Medien und Bildung bekämpft werden können.

„Wir sind stolz auf die Früchte unserer Zusammenarbeit mit dem Büro für Verhütung von Völkermord und Schutzverantwortung. Seit 2015 haben wir Religionsvertreter aus allen Teilen der Welt zusammengebracht und ihnen die Tools zur Verfügung gestellt, um der Anstiftung zur Gewalt entgegenzuwirken“, so der KAICIID-Generalsekretär. „Die Bekämpfung von Hassreden ist der nächste Schritt. Wir befinden uns auf dem richtigen Weg, um mit der Hilfe von Religionsvertretern, Medien und politischen Entscheidungsträgern Hassreden auf der ganzen Welt zu eliminieren.“

In seiner Grundsatzrede lobte Herr Dieng das Zentrum für die Organisation dieser „historischen Konferenz, die genau zum richtigen Zeitpunkt einberufen wurde“. Er glaubt, dass KAICIID nach der Vorstellung des UN-Aktionsplans und der Strategie für Hassreden Anfang dieses Jahres bei der Umsetzung die Führung übernehmen wird. „Es ist wichtig, Dokumente zu haben, aber das Wichtigste ist, diese Dokumente zu implementieren, und das ist es, was KAICIID tut“, erklärte er.