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KAICIID und das Netzwerk für religiöse und traditionelle Friedensstifter unterstützt Friedensarbeit

15 November 2015
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15. November 2015, Helsinki: Religiöse und traditionelle Anführer haben großen Einfluss auf Gemeinschaften überall in der Welt und können eine wichtige Rolle in der Konfliktminderung und Friedensarbeit spielen. Jedoch sind sie häufig isoliert und brauchen — nach Ansicht der Mitglieder der Beratungsgruppe des Netzwerks für religiöse und traditionelle Friedensstifter — finanzielle Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe von Regierungen und der Zivilgesellschaft.

Das Netzwerk lud am 15. November zu einem Beratungstreffen in Helsinki, um das Engagement der traditionellen Führer in den Friedensprozessen zu fördern und Werkzeuge und Methoden, die religiöse und traditionelle Friedensarbeit unterstützen, auszutauschen. Das internationale Dialogzentrum KAICIID ist ein wichtiges Mitglied des Netzwerks, das aus zwischenstaatlichen Organisationen, politischen Entscheidungsträgern sowie zivilgesellschaftlichen und glaubensbasierten Organisationen besteht, die zusammen daran arbeiten, religiöse und traditionelle Friedensstifter zu unterstützen, die auf lokalem und nationalem Niveau arbeiten.

Das Netzwerk unterstützt diese Anführer, indem es  Expertenwissen und Training in der Friedensarbeit zur Verfügung stellt und dadurch Verbindungen und Netzwerke aufbaut. So kann Forschung zu effektiven Peacebuilding-Mechanismen betrieben werden. Zum Beispiel arbeiten KAICIID und das Netzwerk bei Projekten zusammen, die religiöse und säkulare Gemeinschaftsführer in den Ländern (z.B.: Kenia, Libyen und Nigeria) stärken, die noch unter Konflikten leiden oder sich von ihnen erholen.

KAICIID wurde bei diesem Treffen vom stellvertretenden Generalsekretär für Außenbeziehungen, Alvaro Albacete, und dem leitenden Berater Mohamed Abu-Nimer vertreten.

„KAICIID ist sehr besorgt über die steigende Zahl von Gruppen auf der ganzen Welt, die Religion als Rechtfertigung für Gewalt benutzen,“ sagte der stellvertretende Generalsekretär. "Religiöse und traditionelle Anführer sind oft die ersten, welche die Warnzeichen sehen, die dagegen ankämpfen und in ihren Gemeinschaften sozialen Zusammenhang und Diversität aufrecht erhalten. Die Arbeit des Netzwerks ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses.“

„KAICIID kann durch Networking und Training den Friedensstiftern Unterstützung anbieten, sodass diese die Bemühungen in ihren Gemeinschaften verstärken können“, sagte Abu-Nimer. „KAICIID fühlt sich dieser Aufgabe verpflichtet, und freuen uns, Teil einer so wichtigen Initiative zu sein.“

Im Anschluss an das Treffen konnte das Netzwerk seine Arbeitsprozesse optimieren und seinen Fokus auf vier Bereiche legen. Diese Bereiche sind: Friedensunterstützung, Inklusivität, thematische Expertise in der Extremismusprävention sowie Methoden und Werkzeuge.  Während des Treffens tauschten sich die teilnehmenden Organisationen über ihre Bedürfnisse und Verpflichtungen in Bezug auf jeden der Bereiche aus und planten die gemeinsame Arbeit für 2016. Teilnehmer untersuchten auch die Friedensunterstützung basierend auf Erfahrungen aus Libyen und Myanmar. Die Erfahrungen der Teilnehmer in der Friedensarbeit vor Ort ermöglichten tiefgründige Diskussionen zu diesen Ländern.

Das Netzwerk wurde unter der Führung einer Kerngruppe ins Leben gerufen: Religions for Peace, die Organisation islamischer Zusammenarbeit und Finn Church Aid. Das internationale Dialogzentrum  trat der Kerngruppe im August 2015 bei. Das finnische Außenministerium nimmt ebenfalls aktiv an den Sitzungen der Kerngruppe teil. Außerdem konsultiert das Netzwerk regelmäßig mit der Mediation Support Unit der UN-Abteilung für politische Angelegenheiten und der UN-Allianz der Zivilisationen.