Loading...

KAICIID präsentierte in New York Peace Map

25 September 2015
Peacemap

Verknüpfung KAICIID Peace Map und “2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung” der Vereinten Nationen

Wien (OTS) - Die Staatsoberhäupter der ganzen Welt bereiten sich darauf vor, beim Ministerial Summit in New York (25. bis 27. September) die "2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung" der Vereinten Nationen zu verabschieden. Das Internationale Dialogzentrum KAICIID regt vor diesem Hintergrund die Staaten und politischen Entscheidungsträger dazu an, Organisationen, die den interreligiösen Dialog fördern, aktiv in die Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele zu integrieren.

Um dieses Ziel zu erreichen, präsentierte KAICIID am 21. September in New York die Peace Map. In der ersten Phase bietet die Peace Map eine interaktive Datenbank mit 400 Organisationen, die den interreligiösen Dialog weltweit unterstützen.

Die Peace Map offenbart eine gut vernetzte und lebendige Gemeinschaft von internationalen Organisationen, die den interreligiösen Dialog für wichtige Zielsetzungen wie z.B. Armutsbekämpfung, Konfliktlösungen, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Menschenrechte und Bildung einsetzen.

Patrice Brodeur, verantwortlich für die Bereiche Programm und Forschung im KAICIID, dazu: "In vielen Teilen der Welt sind religiöse Akteure im Bereich der Gesundheitsversorgung und Bildung mit jenen von Staaten und anderen Organisationen der Zivilgesellschaft gleich gestellt. Die Funktion als moralische und spirituelle Führungskräfte innerhalb deren Gemeinschaften verleiht ihnen einen besonderen Einfluss." Zur selben Zeit brechen an vielen Orten Konflikte aus, weil gewaltbereite Extremisten versuchen, Religion zu manipulieren -um Gewalt und ihre zunehmend verheerenden Auswirkungen auf Entwicklung und Frieden zu rechtfertigen.

Die Peace Map zeigt nicht nur eine wachsende Anzahl von Organisationen, die den Dialog zwischen den Befürwortern unterschiedlicher Organisationen fördern sondern auch die vielen Beispiele dafür, dass Dialog zu einer Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen (religiösen) Gruppierungen führt.
Die "2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung" der Vereinten Nationen unterstreicht zu Recht die Wichtigkeit der Kooperation zwischen allen Akteuren, um die in ihr festgelegten Ziele zu erreichen. KAICIID zeigt sich optimistisch, dass die Peace Map den Dialog fördernden Organisationen dabei helfen kann, ein Teil dieser globalen Vereinbarung zu werden.

"Die Peace Map hebt Schwachstellen hervor, die durch den interreligiösen Dialog reduziert werden können", so Walter Kemp, Direktor für Europa und Zentralasien am International Peace Institute und weiter: "Sie ist auch darauf ausgerichtet, alle, die sich für den Frieden einsetzen, dazu anzuregen, frühzeitige Maßnahmen zu ergreifen und die Widerstandsfähigkeit zu stärken."

In der ersten Phase lieferte die Peace Map bereits einige interessante Ergebnisse: Beispielsweise basieren nur 30 Prozent der Organisationen, die sich für den interreligiösen Dialog engagieren, auf Religionen bzw. Konfessionen. Die große Mehrheit der Organisationen, die in diesem detaillierten Verzeichnis enthalten sind - nämlich 80 Prozent - ist in den Bereichen der Konfliktlösung und der Friedensbildung aktiv. Die Peace Map wurde in Zusammenarbeit mit Partnern wie dem International Peace Institute und dem Harvard Pluralism Project entwickelt.