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KAICIID organisiert Dialogtreffen – Unterstützung der nationalen Versöhnung in der Zentralafrikanischen Republik

24 Februar 2016
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Das internationale Dialogzentrum KAICIID und das Netzwerk für religiöse und traditionelle Friedensstifter wird eine Gruppe von führenden Muslimen aus der Zentralafrikanischen Republik (CAR) vom 25. bis 27. Februar nach Wien einladen, um bei einem Treffen Möglichkeiten zu diskutieren, wie islamische Gemeinden im ganzen Land nationalen Dialog und Versöhnung unterstützen können.

KAICIID-Generalsekretär Faisal Bin Muaammar betonte die Wichtigkeit der Veranstaltung: “Das Treffen versucht Kooperation, Koexistenz und Dialog innerhalb der religiösen Gemeinden in der CAR zu unterstützen. Das Land erlebt derzeit interne Trennungen und Uneinigkeit. Das Treffen versucht deshalb, den beteiligten Gruppen die notwendigen Dialog-Fertigkeiten beizubringen, sodass diese ihre Beziehungen mit anderen Gemeinschaften im Land verbessern können."

Der Generalsekretär sagte, dass die Teilnehmer des zweitägigen Treffens Möglichkeiten diskutieren würden, wie eine friedliche Koexistenz zwischen den verschiedenen Gruppen des CAR unterstützt werden kann. Die Teilnehmer würden außerdem dazu aufgefordert, konkrete Methoden zu entwickeln, die eine bessere Kooperation ermöglichen.

“Obwohl die muslimische Gemeinschaft der CAR gespalten ist, glauben wir, dass viele verschiedene Gruppen vor den selben Herausforderungen stehen. Diese haben hauptsächlich mit dem Zugang zu Bildung, Arbeit und Gesundheitsdiensten, dem Verlust von Geschäften und einem Mangel an Sicherheit und Bewegungsfreiheit zu tun. Wir werden die Teilnehmer dazu ermutigen, diese Herausforderungen zu diskutieren und Gemeinsamkeiten zu suchen”, sagte Bin Muaammar.

Der Generalsekretär wird die Eröffnungsrede bei dem Treffen halten. Anschließend wird Scheich Abdullah Bin Bayyah, ein prominenter mauretanischer Gelehrter und der Präsident des Forums zur Friedensförderung in muslimischen Gesellschaften eine Vorlesung über Frieden und die Wichtigkeit der Einigkeit aus der islamischen Perspektive halten.

Circa 40 Teilnehmer – Repräsentanten verschiedener muslimischer Gruppen im Land, unter anderem einige der nördlichen ethnischen – werden sich zwei Tage lang in Wien treffen um Dialog zu führen über die dringlichsten Herausforderungen, denen ihre Gemeinschaften gegenüberstehen. Ziel ist es, dass die Teilnehmer ein Abkommen unterzeichnen, welches Friedensstiftung und Zusammenhalt zwischen den verschiedenen muslimischen Gruppen im Land fördert und den weiteren Prozess der nationalen Versöhnung unterstützt.

“Die Teilnehmer, ja, das gesamte Volk der CAR haben ihr Engagement für die Suche nach Gemeinsamkeiten klar gemacht: diese Konferenz ist ein Anfang. Wir freuen uns auch über die hochkarätigen Gäste, deren Anwesenheit ihre Selbstverpflichtung zeigt, den intra-muslimischen Dialog in der CAR fördern zu wollen”, sagte Antti Pentikäinen, der Executive Director des Netzwerks für religiöse und traditionelle Friedensstifter.

Aus den Reihen der führenden Muslime in der CAR werden folgende Personen befinden: Imam Oumar Kobine Layama, der Präsident der Islamic Community und Mitglied der CAR Interfaith Platform; eine hochkarätige Delegation der zentralen Moschee in Bangui, die Ober-Imam Ahmed Tidjani vertreten wird; Muhammad Tahir Bala Dodo, der Bürgermeister des dritten Distrikts; Ali Abakar, der Präsident der Central African Islamic Youth Association; Hajah Asta Moussa, Präsidentin der CAR Muslim Women Association.

Der Erzbischof von Bangui, Monsignor Nzapalainga, und die Ministerin für Versöhnung in der Übergangsregierung, Lydie Florence N’Douba, werden als Beobachter an dem Treffen teilnehmen.