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KAICIID nimmt an den Washingtoner Konferenzen zur Bedrohung religiöser und ethnischer Minderheiten im Nahen Osten teil

1 August 2016

WASHINGTON, DC, 1. August 2016 -- Eine Delegation des internationalen Dialog-Zentrums (KAICIID) nahm an zwei Konferenzen teil, die in Washington, DC abgehalten wurden und durch das US-Außenministerium organisiert worden war. Thema der Konferenz war die Gefahr für religiöse und ethnische Minoritäten, die von der Terrororganisation Da' esh ausgeht.

Die KAICIID-Delegation wurde von seiner Eminenz Metropolit Emmanuel, dem Metropolit von Frankreich und dem Präsidenten der Konferenz der europäischen Kirchen geführt, der die Notwendigkeit betonte, die Rechte jedes Individuums und aller Gruppen zu schützen, um sicherzugehen, dass religiöse und kulturelle Verschiedenartigkeit in der Region den gegenwärtige Konflikt überlebt.

Das Religious Freedom Project des Center for Religion, Peace and World Affairs an der Georgetown University Berkley organisierte den ersten Tag des zweitägigen Events, das am 28. Juli 2016 die Perspektiven religiöser Anführer, der Zivilgesellschaft sowie internationaler Agenturen, Akademiker und Politikexperten  zusammenbrachte.

In seiner Eröffnungsrede während des Events an der Georgetown University, erinnerte David Saperstein, US-Botschafter für Religionsfreiheit, die Teilnehmer an die grundlegende Realität, dass, wenn irgendeine Gruppe verfolgt werden kann, alle in Gefahr sind. „Es kann keine Sicherheit für die religiösen Freiheiten einiger geben, wenn sie anderen verweigert werden,“ sagte er.

Während seiner Intervention bekräftigte der Metropolit die Ansichten des Botschafters, indem er die Teilnehmer dazu anregte, die Diskussion nicht über den Schutz von Minderheiten zu führen sondern stattdessen zu versuchen, gleiche Rechte und allgemeine Staatsbürgerschaft für alle Gruppen anzustreben, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit.

„Es ist geht um Wichtigeres als darum, andere um Minderheitenschutz zu bitten; es geht um das Einführen und die Förderung gleicher Bürgerrechte im gesamten Nahen Osten", sagte er.

Der Metropolit erwähnte die Konferenz, die KAICIID in Athen im September 2015 organisierte, bei der Religionsführer gemeinsam die Athener Erklärung entwarfen und unterschrieben, um die Bürgerrechte von Christen, Moslems und anderen religiösen und ethnischen Gruppen im Nahen Osten zu unterstützen.

Die Athener Erklärung wurde zeitgleich mit dem Pariser Aktionsplan veröffentlicht auch im September 2015, der jetzt als Roadmmap für die internationale Gemeinschaft dient, um konkrete Schritte zu definieren, die unternommen werden sollten, um die Situation adressieren zu können. Die Athener Erklärung vervollständigt den Aktionsplan, indem sie Religionsführer verpflichtet, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, gemeinsame lokale Entwicklung Projekte zu erleichtern, um unterschiedlichen Gemeinschaften dabei zu helfen, sich zu treffen, zusammenzuarbeiten und Vertrauen aufzubauen.

Am 29. Juli 2016 namen Metropolit Emmanuel und KAICIIDs Senior Advisor Professor Mohammed Abu-Nimer nahmen an einer Sitzung des State Department teil, bei dem mehr als 30 Länder vertreten waren, einschließlich KAICIIDs Rat der Gründerstaaten: Österreich, Saudi-Arabien und Spanien.

Die Empfehlungen und Perspektiven, die während der beiden Washingtoner Events gewonnen wurden, werden bei einer Anschlusskonferenz dargestellt werden, die später in diesem Jahr von der spanischen Regierung organisiert werden wird.