KAICIID Hosts Country Experts for institutional Training

20 Nov 2016

Die Länderexperten des KAICIID sind in vier Schwerpunktregionen tätig: Irak und Syrien; Myanmar; Nigeria; Zentralafrikanischen Republik. Dabei handelt es sich um hocherfahrene Praktiker des interreligiösen Dialogs, die sich in ihren Heimatländern für sozialen Zusammenhalt einsetzen und die Länderprogramme des KAICIID unterstützen, um dessen Präsenz in den jeweiligen Regionen zu stärken. 

„Wir sind sehr glücklich, dass derart beeindruckende Persönlichkeiten als Experten für KAICIID tätig sind“, stellte Fahad Abualnasr, Generaldirektor des KAICIID, fest. „Sie sind nun seit Anfang 2016 voll im Einsatz. Dies war ein wichtiger Schritt für die Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit unserer Länderprogramme.“

Durch ihre Netzwerkarbeit und den Einsatz für den Dialog, sowie durch Unterstützung der Tätigkeiten des KAICIID in den Schwerpunktländern haben sich die Länderexperten für die Arbeit des Zentrums als unschätzbar erwiesen. Sie stellen ihre einzigartige Expertise und ihr Fachwissen bereit, wodurch sie einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Konfliktdynamik zu verstehen und sozialen Zusammenhalt wirksam zu fördern.

„Dem Interreligiösen Dialog (IRD) kommt in Nigeria auf religions- und glaubensübergreifender Ebene im Augenblick eine große Bedeutung zu, denn man braucht ihn, um alle Parteien an einen Tisch zu bringen und über die Probleme zu sprechen“, so Joseph Atang, Länderexperte für Nigeria. „In Nigeria ist nicht Religion die Ursache des Konflikts, sondern Konflikte werden auf dem Rücken der Religion ausgetragen.“

Mit Unterstützung der Länderexperten konnte das Zentrum mit der Umsetzung seiner Programme beginnen, um mittels Schulungen örtliche Kapazitäten im interreligiösen Dialog auszubilden und Dialogplattformen aufzubauen. Jedes Länderprogramm ist sehr spezifisch und wird auf der Grundlage von umfassenden Beiträgen lokaler Stakeholder im Rahmen von Konferenzen, Vor-Ort-Besuchen und Rückmeldungen der Länderexperten selbst entwickelt.
Boris Modeste Yakoubo, Länderexperte für die Zentralafrikanische Republik, hält die Rolle des KAICIID bei der Förderung von Dialog zur Sicherung des sozialen Zusammenhalts für äußerst wichtig – dieser wiederum ist eine notwendige Voraussetzung für Frieden und Entwicklung.

„Den Menschen muss bewusst werden, dass sie ihre Geschichte wiederentdecken müssen, auch wenn diese Geschichte vorgefasste Meinungen nicht infrage stellen wird. Der Frieden unter den Religionen stellt den Frieden im Land sicher. Nur der Dialog zwischen Männern, Frauen und Jugendlichen dieser Religionen kann zur Wiederherstellung einer Gemeinschaft und eines toleranten Zusammenlebens beitragen: die Wiederherstellung eines endgültigen, dauerhaften Friedens.“