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KAICIID-Generalsekretär: Dialog und eine gute Regierungsführung sind der Schlüssel zu respektvollen interreligiösen Beziehungen

30 Januar 2014
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In einer Rede bei der Eröffnungszeremonie des von der Stiftung für Pluralismus und Zusammenleben (Fundación Pluralismo y Convivencia) organisierten Kongresses zum Umgang mit religiöser Vielfalt betonte der Generalsekretär des Dialogzentrums KAICIID, Faisal Bin Muaammar, die bedeutende Rolle des Dialogs für eine aufgeschlossene Einstellung der Menschen gegenüber religiöser Vielfalt. „Religiöse Vielfalt ist in Gemeinschaften auf der ganzen Welt immer häufiger zu beobachten. Diese Vielfalt bereichert die Gemeinschaften. Durch Interaktion mit verschiedenen religiösen Erfahrungen lernen wir, unseren Horizont über unsere eigenen Erfahrungen hinaus zu erweitern. Damit sich religiöse Vielfalt voll entfalten kann, ist das richtige Klima erforderlich. Ein Klima des Respekts, der Aufgeschlossenheit und vor allem des Dialogs. Wenn diese Elemente fehlen, ist der Pluralismus bedroht, es entstehen Spannungen und Missverständnisse“, sagte Generalsekretär Bin Muaammar zu den versammelten Vertretern von Glaubensgemeinschaften, aus Politik, öffentlicher Verwaltung und Forschung im Bereich des religiösen Pluralismus.

Der Generalsekretär wies auch darauf hin, dass die Regierungen eine entsprechende Politik machen müssen, mit der harmonische kulturelle Beziehungen gefördert werden, damit Vielfalt und Pluralität gewahrt und man davon profitieren kann. „In Gemeinschaften mit religiöser Vielfalt sind wir alle Mitglieder der Gemeinschaft und somit auch alle mit dafür verantwortlich, das Verständnis füreinander zu fördern“, sagte er. „Was also ist zu tun, damit interreligiöse Gemeinschaften gedeihen können? Vielleicht würden Sie jetzt sagen, das sei einfach eine Frage der Ethik, der Identität und der Menschenrechte. Ja. Aber es ist auch eine Frage der politischen Führung, die gute gemeinschaftliche Beziehungen und Bildungsrichtlinien unterstützt. Wie reagieren wir, wenn sich Menschen von anderen Religionen und Kulturen bedroht fühlen? Wir können wir in unseren Gesellschaften Menschen davon überzeugen, dass Vielfalt keine Gefahr für unsere Werte, unsere Identität oder unsere Lebensweise darstellt? Durch Dialog. Mit Dialog meine ich einen Austausch in beide Richtungen: reden und zuhören. So können wir einander besser verstehen. Das ist die Hauptbotschaft von KAICIID. KAICIID ist hier, um Vielfalt voranzubringen, den interreligiösen und interkulturellen Dialog zu erleichtern. Unser Zentrum bringt Vertreter der wichtigsten Weltreligionen zusammen, um den Frieden durch Dialog zu fördern.“

Neben dem KAICIID-Generalsekretär hielten bei der Eröffnungszeremonie auch weitere Kongressteilnehmer eine Rede: Alberto Ruiz-Gallardón, spanischer Justizminister; Gonzalo de Benito Secades, Staatssekretär für außenpolitische Angelegenheiten im spanischen Ministerium für Außenpolitik und Zusammenarbeit; Ángel Fernández Díaz, Generalsekretär der spanischen Föderation für Städte und Provinzen (Federación Española de Municipios y Provincias, FEMP); Ángel Llorente Fernández de la Reguera, Präsident des Observatorio del Pluralismo Religioso en España; und Eduardo López Busquets, Generaldirektor von Casa Árabe. Casa Árabe ist ein Konsortium des spanischen Ministeriums für Außenpolitik und Zusammenarbeit und der spanischen Agentur für Internationale Entwicklung, das die wirtschaftlichen, kulturellen und bildungsbezogenen Beziehungen fördern und die Entwicklung von Schulungen und Wissen über die arabische und muslimische Welt unterstützen will.