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KAICIID finanziert 100 Dialogprojekte in der arabischen Region

15 Okt 2021
Dialogue 100 Launch Event

KAICIID stellt neue Fördermittel zur Unterstützung von 100 Projekten für die Stärkung interreligiösen und interkulturellen Dialogs und der Zusammenarbeit in der arabischen Region zur Verfügung.

Nach dem Erfolg der Initiative Dialogue 60 im vergangenen Jahr, bei der 60 Projekte gefördert wurden, stellte das Dialogzentrum am Donnerstag das Projekt Dialogue 100 in einer Online-Veranstaltung vor. Vertreterinnen und Vertreter von 81 Organisationen aus zwölf arabischen Ländern nahmen daran teil. Von den 100 geförderten Initiativen wurden 40 neu eingereicht. Die anderen 60 stellen die zweite Phase von Projekten dar, die im vergangenen Jahr die erste Förderung erhalten hatten. Dialogue 60 und 100 werden von der Interreligiösen Plattform für Dialog und Zusammenarbeit in der arabischen Welt, die von KAICIID unterstützt wird, durchgeführt.

Auftaktveranstaltung von Dialogue 100

Dialogue 100 zielt darauf ab, den Dialog und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Hassrede soll bekämpft oder verhindert und die Rolle des interreligiösen Dialogs bei der Reaktion auf die COVID-19-Krise gestärkt werden. Der soziale Zusammenhalt und das friedliche Zusammenleben sollen gefördert und das kulturelle Erbe und religiöse Stätten geschützt werden.

Die Auftaktveranstaltung, die virtuell abgehalten wurde, bot neuen Partnern die Gelegenheit, diejenigen zu treffen, die bereits im letzten Jahr unterstützt wurden und sich nun für die zweite Phase ihrer Projekte qualifiziert haben.

Der Generalsekretär von KAICIID, Faisal Bin Muaammar, eröffnete die Sitzung. „Ich bin stolz auf das, was wir im letzten Jahr mit den Dialogprojekten erreicht haben und freue mich auf viele weitere erfolgreiche Initiativen in diesem Jahr. Diese Projekte teilen die Vision und die Ziele von KAICIID. Mithilfe des interreligiösen und interkulturellen Dialogs stärken sie die Friedensförderung und das Zusammenleben in den jeweiligen Gemeinschaften.“

Er führte weiter aus: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese Projekte nachhaltig sind, um mehr Partnerorganisationen und Menschen auf organisatorischer, lokaler und basisnaher Ebene einzubinden.“

Das virtuelle Treffen hatte zum Ziel, die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu erleichtern und ihnen die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen und bewährte Verfahren zur Verhinderung von Hassrede, zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der gemeinsamen Bürgerschaft sowie zur Reaktion auf die COVID-19-Pandemie auszutauschen.



Geografische Reichweite von Dialogue 100

Ähnlich wie bei der ersten Ausgabe der Förderungen im Jahr 2020 gab es auch in diesem Jahr viele Vorschläge, die sich auf die Bekämpfung von Hassrede konzentrieren, nämlich 15 der 40 neu eingereichten Projekte. In diesem Jahr überwiegen jedoch Einreichungen, die sich mit der Förderung der gemeinsamen Bürgerschaft, der Vielfalt und der Bildung durch interreligiösen Dialog befassen. 17 neue Projekte konzentrieren sich auf diesen Bereich. Vier weitere ausgewählte Projekte befassen sich mit dem Schutz des kulturellen Erbes, während sich andere vier auf die Rolle des interreligiösen Dialogs bei der Reaktion auf die Pandemie konzentrieren.

Die neuen Projekte werden voraussichtlich bis zu 4500 Menschen in elf Ländern des Nahen Ostens und Afrikas direkt erreichen, nämlich im Libanon, Irak, Ägypten, Tunesien, Jordanien, Marokko, Sudan, Somalia, Palästina, Algerien und Mauretanien. Eines der Projekte wird auf regionaler Ebene stattfinden.

„Wir sind begeistert, dass die 60 Dialogprojekte im Jahr 2020 mehr als 8000 Menschen in 15 arabischen Ländern erreicht haben. Darunter waren Aktivistinnen und Aktivisten, Journalistinnen und Journalisten, religiöse Führerinnen und Führer, Politikerinnen und Politiker sowie Frauen und Jugendliche“, erklärte Edwar Hanna, KAICIIDs Programm-Manager für die arabische Region, der an der Veranstaltung teilnahm.

„Mit den 40 neuen Projekten, die in diesem Jahr im Rahmen von Dialogue 100 durchgeführt werden, unterstützt das Programm für die arabische Region weiterhin den interreligiösen und interkulturellen Dialog und hofft, noch mehr Menschen in der Region zu erreichen.“

Einige Projekte, die im Rahmen von Dialogue 60 im Jahr 2020 gefördert wurden, werden nun ihre Bemühungen in einer zweiten Phase unter aktiver Einbeziehung politischer Entscheidungsträgerinnen und -träger verstärken.

Der geografische Schwerpunkt der meisten ausgewählten Initiativen ist der Irak, auf den 19 der 100 Projekte und sechs der neuen Vorschläge entfallen.

KAICIID präsentierte das Projekt Dialogue 100 als Teil seiner Anstrengungen zur Unterstützung des interreligiösen Dialogs bei der Förderung der gemeinsamen Bürgerschaft, der Bekämpfung von Hassrede und der Reaktion auf die durch COVID-19 entstandenen Herausforderungen.

Das Projekt entspricht auch der Strategie der Organisation, verstärkt in lokale Initiativen zur Friedensförderung zu investieren und gleichzeitig lokalen Partnern technische und finanzielle Unterstützung zu gewähren, um ihnen bei der Durchführung ihrer Aktivitäten zur Förderung des Dialogs und des friedlichen Zusammenlebens in der arabischen Region zu helfen.

Um mehr über KAICIIDs Dialoginitiativen in der arabischen Welt zu erfahren, klicken Sie bitte hIEr