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KAICIID-Fellows stellen Projekte zur Unterstützung von interreligiösem Dialog und Frieden in 25 Ländern vor

3 November 2017
Fellows Group Photo International and Arab cohorts at KAICIID, Vienna, 2 November 2017. Photo: KAICIID

2. November, WIEN: 44 Religionspädagogen des buddhistischen, christlichen, hinduistischen, jüdischen und muslimischen Glaubens stellten ihre Projekte vor, die sie im Rahmen einer Schulung des Internationalen Fellows-Programms durchgeführt haben. Beim Fellows-Programm handelt es sich um eine einjährige Weiterbildungsinitiative, die 2015 vom Internationalen Dialogzentrum (KAICIID) mit Sitz in Wien ins Leben gerufen wurde.

Im Laufe des letzten Jahres haben die Fellows Projekte umgesetzt und unter der Leitung von KAICIID-Experten Schüler ausgebildet – viele davon in Ländern wie dem Irak, Myanmar, Nigeria, Somalia und der Zentralafrikanischen Republik, wo andauernde Konflikte oder Gewalt den Fortschritt des interreligiösen Dialogs, die Kooperation und Aussöhnung behindern.

Bei der Abschlussfeier am Donnerstag im Hauptsitz des Dialogzentrums in Wien beschrieb KAICIID-Generaldirektor Fahad Abualnasr die Vision, die hinter dem Fellows-Programm steckt:

„Als wir das Fellows-Programm starteten, ging es uns darum, Religionspädagogen miteinander in Verbindung zu bringen und sie dahingehend zu bestärken, Brücken des Dialogs zu errichten – zunächst innerhalb ihrer eigenen Gemeinden, aber auch mit anderen Gemeinden. Es gab nur sehr wenige Gelegenheiten für Religionspädagogen, ihre Kollegen anderer Religionen und Länder zu treffen und voneinander zu lernen. Das war die Lücke, die wir schließen wollten.“

Das KAICIID Fellows-Programm bietet einer internationalen Gemeinschaft aus Friedensstiftern transformative Unterstützung, Netzwerke und Schulungen an, um positive Veränderungen in ihren Institutionen und Gemeinden zu bewirken.

Die Bewerbung zur Teilnahme am Fellows-Programm steht allen Menschen offen, unabhängig von ihrer Nationalität und Religion. Fellows werden über ein mehrstufiges, kompetitives Verfahren ausgewählt.

Das Fellows-Programm wurde so konzipiert, dass es institutionalisierte Dialogmöglichkeiten bietet, damit interreligiöser Dialog ein gemeinsamer Bestandteil jeder Art von religiösen Ausbildungsprogrammen werden kann.

Neben der Weiterbildung über Dialog, Vermittlung und Friedensförderung setzen die Fellows auch Projekte in ihren eigenen Gemeinden um, um Dialog unter den Anhängern unterschiedlicher Religionen zu fördern. Zu diesem Zweck erhalten sie Finanzmittel und Mentoring durch KAICIID. Bisher wurden über 100 Projekte auf der ganzen Welt durchgeführt.

114 Fellows haben inzwischen das Programm abgeschlossen. Seit 2016 hat KAICIID auch regionale Fellows-Programme eingeführt, angefangen mit einem Fellows-Programm in Südostasien im Jahr 2016 und einem Fellows-Programm im arabischen Raum im Jahr 2017.

Auch wenn die Schulung am Donnerstag abgeschlossen wurde, soll das Fellows-Netzwerk noch lange danach fortbestehen. Dies geschieht über eine Online-Plattform und die Finanzierung von Projekten und Teilnahme an Konferenzen durch ehemalige Fellows.

Bei der Abschlussfeier ermutigte der Generaldirektor die Fellows, ihre Arbeit zur Förderung des interreligiösen Dialogs fortzusetzen:

„Jeder von Ihnen, KAICIID-Fellows, ist ein Dialogbereiter und ein Botschafter des Friedens und des interreligiösen Miteinanders.“

Der Abschlusszeremonie folgte ein Empfang, bei dem die Fellows die Gelegenheit hatten, Mitglieder der diplomatischen Gemeinde Wiens und Vertreter der örtlichen Religionsgemeinschaften zu treffen. Es nahmen die Botschafter von Bangladesch, Irak, Myanmar, Palästina, Nigeria und Saudi-Arabien in Österreich sowie Vertreter der Botschaften von Algerien, Kanada, Ägypten, Libanon, Jordanien, Tunesien und den USA teil. Auch waren Vertreter des Golfkooperationsrats, der Arabischen Liga und der muslimischen, jüdischen, katholischen und orthodoxen Religionsgemeinschaften in Wien anwesend. Das Gastgeberland des KAICIID wurde durch einen Vertreter des Bundesministeriums für Europe, Integration und Äusseres der Republik Österreich repräsentiert.

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