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KAICIID diskutiert Peacebuilding durch interreligiösen Dialog während des Madrid+10 Richtlinien-Dialogs

26 Okt 2015
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Das Internationale Dialogzentrum (KAICIID) wird globale politische Entscheidungsträger und hochrangige Experten dazu anhalten, interreligiösen Dialog in Madrid bei der Konferenz "MADRID+10: Der politische Dialog über Prävention und Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus" vom 27. bis 28. Oktober 2015 als Mittel für die Friedenskonsolidierung zu nutzen.

Am 27. Oktober wird KAICIID-Generalsekretär Faisal Bin Muaammar an einem Panel teilnehmen, das neue Ansätze zur Verhinderung gewalttätigen Extremismus diskutieren soll. Das Zentrum wird auch zwei Workshops über Peace Building durch interreligiösen Dialog veranstalten. Durch beide Aktivitäten und die Teilnahme der Experten des Zentrums an den Arbeitsgruppen "Glauben und Werte" und "Politik und Identität" wird KAICIID zum weltweiten Konsens, einer maßgeblichen politischen Empfehlung und dem Hauptergebnis der Konferenz beitragen. Der weltweite Konsens dient als weltweit gültige Richtlinie dazu, wie man bestmöglich auf die dringenden Herausforderungen des Extremismus und der Gewalt im Namen der Religion reagieren kann.

"Das Problem des gewalttätigen Extremismus liegt verständlicherweise im Fokus der Medienaufmerksamkeit. Allerdings sehen wir in den Nachrichten nicht oft, wie interkultureller und interreligiöser Dialog als leistungsfähige Werkzeuge für das Erreichen von Stabilität und Frieden, die Bekämpfung von Intoleranz und Extremismus und für die Wahrung der Werte des friedlichen Zusammenlebens und des gegenseitigen Verständnisses dienen", sagte der KAICIID-Generalsekretär.

"Als die einzige zwischenstaatliche Organisation zur Förderung des interreligiösen Dialogs und die einzige zwischenstaatliche Organisation, die von religiösen Vertretern geleitet wird, nehmen wir an diesem Politikdialog teil, um Aufmerksamkeit darauf zu lenken, wie Politik und Religion zusammengebracht werden können, um nachhaltigen Frieden zu schaffen", fügte er hinzu.

Das zweitägige Treffen wird vom Club de Madrid und dem Internationalen Zentrum für die Erforschung von Radikalisierung (ICSR) am King 's College London mit der Unterstützung von KAICIID, der Europäischen Kommission, dem US-Außenministeriumdem spanischen Außenministerium und anderem Partnern organisiert.

Der Richtlinien-Dialog wird mehr als 250 hochrangige Experten zusammenbringen, unter anderem: König Philipp VI von Spanien; UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon; den aktuellen Premierminister von Tunesien, Habid Essid; zwei Minister aus der spanischen Regierung, José García Margallo (Außenministerium) und Jorge Fernández Díaz (Innenministerium); die Bürgermeisterin von Madrid, Manuela Carmena; außerdem 40 Club-de-Madrid-Mitglieder, ehemalige Präsidenten und Premierminister aus der ganzen Welt. Es wird eine der wichtigsten Zusammenkünfte im Kampf gegen Extremismus und Radikalisierung sein.

Die Workshops des Zentrums werden sich auf die Erfahrungen aus der Zentralafrikanischen Republik, Syrien und dem Irak konzentrieren. Religiöse Führer und politische Entscheidungsträger aus der Region werden daran teilnehmen. KAICIIDs stellvertretender Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten, Botschafter Alvaro Albacete, und der Senior Adviser, Professor Mohammed Abu-Nimer werden die Workshops des Zentrums leiten.

Weitere Workshops werden die Bedeutung der Frauen (durch Hedayah organisiert); Bildung, (von der Anna-Lindh-Stiftung organisiert) und Online-Radikalisierung (vom ICSR und TRENDS organisiert) zum Thema haben.

Im Anschluss an die Präsentation auf der Konferenz wird der weltweite Konsens auf der Online-Plattform "Madrid+10" abrufbar sein, wo verschiedene Akteure es unterzeichnen können. Der weltweiten Konsens wird von Club-de-Madrid-Mitgliedern, Experten, politischen Entscheidungsträgern, Organisationen der Zivilgesellschaft und internationalen Institutionen auf der ganzen Welt unterzeichnet werden.

Der 2015 Policy Dialogue findet 10 Jahre nach dem Internationalen Gipfel zu Demokratie, Terrorismus und Sicherheit statt, zu dem der Club de Madrid am ersten Jahrestag der Madrider Zugattacken eingeladen hatte. Das damalige Gipfeltreffen brachte über 1.000 weltweite Führer zusammen, um die Ursachen von Terrorismus zu analysieren und nachhaltige Antworten darauf zu finden. Die Madrid Agenda - ein Aktionsplan, der aus der Versammlung hervorging, stellte bereits damals fest, dass Terrorismus nicht mit militärischen Mitteln allein bekämpft werden kann.

Ein Jahrzehnt später werden politische Entscheidungsträger und Meinungsführer im Angesicht des Aufstiegs von Terrorismus und Extremismus auf der ganzen Welt das Problem des gewalttätigen Extremismus aus verschiedenen Blickwinkeln angehen. Sie werden dabei sowohl nationale Strategien und Basisinitiativen teilen als auch bewährte Praktiken, Werkzeuge und Richtlinien mit globaler und lokaler Bedeutung identifizieren.

 

Über den Club de Madrid

Der Club de Madrid ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation, die sich aus mehr als 100 ehemaligen Präsidenten und Premierministern aus 70 demokratischen Staaten zusammensetzt. Der Club de Madrid reagiert auf eine steigende Nachfrage nach Unterstützung für eine Reihe von Herausforderungen in demokratischer Regierungsführung, indem sie die Erfahrungen und wertvolle Führungsqualitäten seiner Mitglieder anbietet.

 

Über das ICSR

Die Mission des ICSR ist es, Wissen und Führungsqualitäten zusammen zu bringen. Unser Ziel ist es, durch erstklassige, rigorose Forschung die Öffentlichkeit zu schulen und politischen Entscheidungsträgern und Praktikern zu helfen, intelligentere Lösungen im Umgang mit Radikalisierung und politischer Gewalt zu finden.