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KAICIID-Direktorium verurteilt Angriff auf Dorf und katholische Kirche in der Demokratischen Republik Kongo

17 Feb 2021

Bewaffnete Täter griffen am Montag, den 14. Februar, ein Dorf in der nordöstlichen Provinz Ituri in der Demokratischen Republik Kongo an. Sie ermordeten Zivilistinnen und Zivilisten und zerstörten eine katholische Kirche.

Laut Angaben von Nachrichtenagenturen wurden nach einer ersten Einschätzung 13 Menschen getötet. Die Angreifer brannten auch die Kirche des Dorfes bis auf die Grundmauern nieder. Es ist nicht klar, wer die Tätersind und wer dafür verantwortlich ist.

In den vergangenen Jahren sind mehr als fünf Millionen Menschen im Kongo vor militanten Banden geflohen, die im Nordosten des Landes mit Morden, sexueller Gewalt und Brandstiftung ihr Unwesen treiben. Viele Bürgerinnen und Bürger sind auf der Suche nach Schutz über die Grenzen in die Nachbarländer geströmt.

Als Reaktion auf den Angriff gab das multireligiöse Direktorium von KAICIID folgende Erklärung ab:

„Das Direktorium von KAICIID ist zutiefst betrübt, als es von dem Anschlag im Kongo am Montag erfuhr. In einem Land, das von Gewalt geplagt ist, werden der Trost und die Zuflucht, die Kirchen bieten, mehr denn je benötigt. Es gibt keine Rechtfertigung, weder religiöser, sozialer noch politischer Natur, für dieses Massaker.

Jeder derartige Angriff ist eine bedauerliche Verletzung der universellen Menschenrechte und wir verurteilen dieses Verbrechen auf das Schärfste.

Wir sind durch unsere gemeinsamen religiösen Werte aufgerufen, unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Frieden und Liebe zu begegnen. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger der Demokratischen Republik Kongo, das menschliche Leben und die Menschenwürde zu achten, Hass zu bekämpfen und heilige Stätten zu schützen.“