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KAICIID’s Cairo Social Media Training Activate Dialogue Online to Support Social Cohesion

05 Mai 2016

KAICIIDs Social Media-Training in Kairo aktiviert Online-Dialog zur Unterstützung des sozialen Zusammenhalts

Kairo, 5. Mai 2016:

Mit dem Ziel des Aufbaus eines Social Media-Raums für Toleranz und Respekt, haben 85 junge religiöse Führer und Vertreter der Zivilgesellschaft – die bereits im interreligiösen Dialog tätig sind –  an einem KAIICID-Medientraining in Kairo vom 3. bis 5. Mai 2016 teilgenommen. Die Teilnehmer des Workshops spiegeln die religiöse Vielfalt in Ägypten wieder und wurden von KAICIID-Partnern aus dem Land empfohlen: Die Al-Azhar-Universität, die koptische Kirche, die koptische evangelische Organisation für Soziale Dienste und das Haus der Fatwa. 

Dieser Workshop, der zweite in einer Reihe von fünf Trainings  eines regionalen Programms des in Wien ansässigen Internationalem Dialogzentrum (KAICIID), bietet praktische Unterstützung im Bereich Soziale Medien, um den respektvollen Dialog zwischen Anhängern verschiedener Religionen zu fördern.

Im Laufe dieses Jahres sind weitere Schulungen in Erbil, Irak; in Tunis, Tunesien; und in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate geplant. Durch diesen regionalen Ansatz werden Befürworter des sozialen Zusammenhalts aus der ganzen arabischen Welt die Möglichkeit haben, diesem aktivem und jungem Netzwerk beizutreten.

Fehlinformationen und Inhalte, die Vorurteile, Hass, Ausgrenzung und gewalttätigen Extremismus fördern, werden auf unzähligen Social Media-Kanälen geteilt. Junge Menschen, die diesen Inhalt konsumieren, laufen Gefahr manipuliert zu werden. Zugleich bietet Soziale MEdien ein Mittel für junge Menschen über nationale, ethnische und religiöse Grenzen hinweg, in einen Dialog zu treten und die Vorteile der friedlichen Koexistenz zu erleben. Diese positiven Erfahrungen können wiederum die Befürwortung für ein interkommunales Verständnis und gegenseitigem Respekt beleben. KAICIID Training hilft Befürwortern der Koexistenz und moderaten religiösen Führern dabei, die Fähigkeiten zur Nutzung von sozialen Medien zu lernen, um ihre Visionen und Werte zu fördern.

"Wir haben dieses Programm für junge Menschen entwickelt, da interreligiöser Dialog eine Art Lebensphilosophie sein sollte. Um ihn zu verbreiten, müssen junge Menschen diese Lebensphilosophie übernehmen. "Wir erreichen die Jugend in dem wir dort arbeiten, wo sie sich aufhält – und das ist in den sozialen Medien." sagte Fahad Abualnasr, KAICIID Generaldirektor.

"Soziale Medien bauen Brücken zwischen den Kulturen, überschreiten politische und geographische Grenzen und besiegen die kulturelle Isolation, in denen die meisten Zivilisationen in der Vergangenheit lebten. Aus diesem Grund erleben wir in unserer Zeit eine große Veränderung in der Kommunikationstechnologie. Dies betrifft nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern auch ganze Gesellschaften." sagte Mohammed Abdulfadeel, Al-Azhar-Vertreter.

Die Teilnehmer der Workshops werden ermutigt, Social Media-Initiativen und Kampagnen in ihren eigenen Gemeinden und Institutionen umzusetzen. Die Teilnehmer werden so selbst zu Trainern und können die Anzahl der Befürworter für Online-Dialog in ihren Gemeinden erhöhen.

Die erste Einheit des Trainings fand in Amman, Jordanien, vom 3. bis 5. April 2016 statt. Der Teilnehmer des Workshops kamen aus Libanon, Palästina, Syrien, sowie Jordanien.

Über die Initiative: Gemeinsam gegen Gewalt im Namen der Religion

Im November 2014 startete das Internationale Dialog Zentrum (KAICIID) eine Initiative, um religiöse Führer aus dem Nahen Osten zu mobilisieren, damit sie gemeinschaftlich auf die Gefahren des Extremismus in der Region antworten finden.

Mehrere Empfehlungen wurden von den mehr als 100 religiösen Führern auf der Konferenz ausgesprochen, darunter religiöse Führer der Katholiken, der orthodoxen Christen, der Sunniten und Schiiten, der Yeziden und anderer religiöser Traditionen.

Die religiösen Führer empfahlen, dass KAICIID Dialog, friedliches Zusammenleben, Respekt für Vielfalt und einen Sinn für Weltbürgertum über Soziale Medien fördern soll. Das daraus resultierende KAICIID-Programm trainiert junge Religionsführer und Dialog-Experten in der Nutzung von sozialen Medien, um Dialog zu unterstützen, der den sozialen Zusammenhalt stärkt.

Über das Internationale Dialog-Zentrum (KAICIID)

Das internationale Dialog-Zentrum (KAICIID) ist eine zwischenstaatliche Organisation, die Dialog als ein Mittel zur Friedensstiftung in Konfliktgebieten fördert. Dies geschieht durch die Stärkung von Verständnis und Zusammenarbeit zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Angehörigen verschiedener Religionen. Das Zentrum wurde von Österreich, Deutschland und Spanien gegründet. Der Heilige Stuhl ist Beobachtendes Gründungsmitglied. Das Direktorium besteht aus prominenten Vertretern der fünf großen Weltreligionen (Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum). Das Direktorium entwirft und überwacht die verschiedenen Programme des Zentrums.