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Interreligiöse Gemeinschaften kommen zusammen, indem sie Abstand halten: sie beten gemeinsam für die Menschheit #prayforhumanity

12 Mai 2020

Während COVID-19 sich weiter über den Globus ausbreitet, trafen sich am 14. Mai Menschen, die verschiedenen Religionen auf der ganzen Welt angehören, zu einem Tag der Reflexion und der Solidarität.  Jede Person nahm auf ihre eigene Art und gemäß den Traditionen der eigenen Religion in ihrem eigenen Heim teil.

Diese Demonstration interreligiöser Solidarität findet in einer Zeit der sozialen Distanzierung und Quarantäne statt. Sie soll globale Solidarität veranschaulichen und Hoffnung geben in einer Zeit, in der der gemeinsame Gottesdienst physisch nicht möglich ist.

Der Aufruf des „Höheren Ausschusses der menschlichen Brüderlichkeit“ (Higher Committee of Human Fraternity) zum Handeln wurde von prominenten religiösen Führerinnen und Führern sowie politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern unterstützt. Darunter finden sich Papst Franziskus, Imam Al-Tayeb von Al-Azhar und der Generalsekretär der UNO Antonio Guterres. Sie alle sehen in der Initiative eine Bekräftigung der religiösen und globalen Werte, die der Menschheit gemein sind.

Papst Franziskus erklärte: „Da das Gebet ein universeller Wert ist, begrüße ich den Aufruf des Ausschusses an die Gläubigen aller Glaubensrichtungen, sich am 14. Mai, einem Tag des Gebets, des Fastens und der wohltätigen Arbeit, spirituell zu vereinen, um zu Gott zu beten, damit er der Menschheit hilft, die Coronavirus-Pandemie zu überwinden.“

Auch der Großimam von Al-Azhar, Scheich Ahmed Al-Tayeb brachte seine Unterstützung zum Ausdruck: „Ich lade alle ein, sich an diesem Aufruf zu beteiligen und aufrichtig zu Allah dem Allmächtigen zu beten, um die Menschheit vor dieser Krankheit zu schützen. Wir beten auch für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um sie zu inspirieren, ein Heilmittel für diese Krankheit zu finden.“

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, twitterte am 3. Mai: „In schwierigen Zeiten müssen wir gemeinsam für Frieden, Menschlichkeit und Solidarität eintreten. Ich schließe mich Seiner Heiligkeit Papst Franziskus und dem Großimam von Al-Azhar, Scheich Ahmed Al Tayeb bei ihrer Unterstützung des Gebets für die Menschheit am 14. Mai an. Es soll ein Moment der Besinnung, der Hoffnung und des Glaubens sein.“

Soziale Medien spielen eine wichtige Rolle, damit alle an diesem universellen Tag der menschlichen Solidarität unter dem Hashtag #PrayforHumanity" in Kontakt treten können.

Der „Höhere Ausschuss der menschlichen Brüderlichkeit“ ist ein unabhängiges Gremium von religiösen Führerinnen und Führern, Bildungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie Kulturschaffenden aus der ganzen Welt, das sich der Verwirklichung der Ziele des „Dokuments für die menschliche Brüderlichkeit“ widmet, das Papst Franziskus und Scheich Ahmed el-Tayeb, Großimam von Al-Azhar, während der Apostolischen Reise des Papstes in die Vereinigten Arabischen Emirate im Februar 2019 unterzeichnet haben.