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Interreligiöse Dialogorganisationen sind hochdynamisch

30 November 2015
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Die gängige Meinung besagt, dass das Einsatzgebiet des interreligiösen Dialogs (IRD) statisch und ritualisiert ist. KAICIIDs Peace Map stellt diese Annahme in Frage: sie verzeichnet über 450 Organisationen, die mit internationalem Ansatz interreligiösen Dialog einsetzen. Das Gebiet des IRD ist hochgradig dynamisch. Im ersten Jahrzehnt des zweiten Jahrtausends der christlichen Zeitrechnung (2000-2010) wuchs das Feld enorm.

Eine der Haupteigenschaften der Peace Map ist die ‚Zeitachsen'-Option (unten links auf dem Bildschirm) die den gegenwärtigen IRD-Aktivitäten im Verzeichnis eine historische Dimension hinzufügt.

Zuerst bestätigt die Zeitlachse den Eindruck, den man bekommt, sobald man die Peace Map besucht: wenn man die Hauptsitze der IRD-Organisationen mit internationaler Tragweite betrachtet — nicht zu verwechseln mit ihren Einsatzorten — findet man eine besonders starke Präsenz vor allem in Nordamerika und Europa. Aber es gibt auch Hauptquartiere in allen anderen Regionen der Welt.

Zusätzlich dazu hilft diese bestimmte Aufschlüsselung der Daten im Verzeichnis auch dabei, zwei andere Eigenschaften der Entwicklung zu verstehen, die zur heutigen IRD-Landschaft überall auf der Welt führte: (a) Viele der Organisationen, die momentan IRD verwenden, haben historische Wurzeln, die Jahrhunderte zurückreichen, auch wenn sie IRD erst seit kurzem verwenden. (b) Die Mehrheit der Organisationen im IRD-Verzeichnis der Peace Map wurden erst in den letzten 15 Jahren gegründet.

Zu guter Letzt  lässt sich eine Verlangsamung in der Zahl Neugründungen von IRD-Organisationen in den letzten fünf Jahren feststellen. Heißt das, die IRD-Entwicklung ihren Zenit überschritten hat? Es braucht mehr Daten, um nicht falsche Schlussfolgerungen aus der Peace Map zu ziehen und wir werden diese Frage wohl erst in zwei Jahren beantworten können.