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Globales Forum setzt Dialog über interreligiöse und interkulturelle Bildung auf die Agenda

12 November 2013

Etwa 500 Fachleute, Politiker und religiöse Würdenträger, die im Bereich der Bildung und Religion tätig sind, werden sich am 18. und 19. November 2013 bei einem wichtigen Forum zur interreligiösen und interkulturellen Bildung in Wien treffen. Zum Globalen Forum von KAICIID über das Thema „Das Bild des Anderen“ werden Teilnehmer aus 90 Ländern erwartet. „Das Bild des Anderen“ ist der Name des zentralen KAICIID-Programms, das als mehrjährige Initiative angelegt ist, um zu ergründen, wie „Andere“ – also Menschen mit verschiedenen religiösen oder kulturellen Hintergründen – in der Bildung, in den Medien und im Internet dargestellt werden.

Im ersten Jahr des Programms wurde die interreligiöse und interkulturelle Bildung zur Förderung von Verständigung im Geiste des Dialogs mit vier regionalen Workshops hervorgehoben und gestärkt. Das Globale Forum von KAICIID ist als mehrgleisiger umfassender Dialog und als Arbeitstreffen ausgelegt. Die Teilnehmer des Forums werden die globalen Herausforderungen auf der Suche nach Wegen zur verantwortungsvollen Bildung diskutieren und sich damit auseinandersetzen, um Menschen mit anderen Religionen und Kulturen besser verstehen und besser mit ihnen umgehen zu können. Das Forum ist der Höhepunkt dieser Workshops.

KAICIID-Generalsekretär Faisal Bin Muaammar sagte dazu: „Unsere Welt besteht heute aus immer vielfältigeren Gemeinschaften und Gesellschaften, und es ist heute wichtiger denn je, sich mit den allgemeinen Erkenntnissen zum Zusammenleben und zur Verständigung zu befassen. Nur wenn wir uns und andere bilden und etwas über uns selbst und die Menschen lernen, mit denen wir unsere Welt teilen, können wir anfangen, eher unsere Gemeinsamkeiten als unsere Unterschiede zu sehen. Der Dialog muss wesentlicher Bestandteil bei der Erstellung von Lernmaterialien und beim eigentlichen Lernprozess sein. Unsere Arbeit dieses Jahr konzentrierte sich vor allem auf die Förderung dieses Dialogs, und wir sind sehr erfreut darüber, unsere Partner, mit denen wir bei vier regionalen Workshops so erfolgreich zusammengearbeitet haben, hier in Wien begrüßen zu dürfen. Es ist uns eine große Ehre, mit diesen herausragenden Fachleuten zusammenarbeiten zu können, wenn wir die Ergebnisse unserer Arbeit aus globaler Perspektive weiterhin auswerten und präsentieren werden.“

Ziel des Forums ist die Hervorhebung bewährter Verfahren in der Bildung weltweit – wir wollen wirksame Lehrmodelle bestimmen und nach Möglichkeiten suchen, diese regionsübergreifend zu teilen. Dabei werden auch Ressourcen zur vereinfachten disziplinübergreifenden Kooperation und zum Aufbau nachhaltiger Netzwerke berücksichtigt, um die interreligiöse und interkulturelle Bildung mit einem integrierten Ansatz voranzubringen. Das Forum bietet Platz für Gespräche, Diskussionsrunden, Workshops und einen Dialog unter Regierungsvertretern, Experten, Fachleuten und religiösen Würdenträgern.

Auf der Themenliste stehen etwa die interreligiöse Bildung in Universitäten und Priesterseminaren, die Einbindung führender internationaler Jugendorganisationen und die Rolle zwischenstaatlicher Organisationen bei der Gestaltung unserer Welt. Das Forum wird außerdem Schulungen und Seminare anbieten, bei denen sich Fachleute weiterbilden können, um ihre Arbeit noch weiter voranzubringen. Im vergangenen Jahr hat sich KAICIID aktiv für die Erforschung der Bereiche interreligiöser und interkultureller Bildung eingesetzt.

Das Globale Forum ist der Höhepunkt einer Reihe von vier Regionalkonferenzen, die das Dialogzentrum seit Mai 2013 in Wien, Addis Abeba, Neu Delhi und Buenos Aires veranstaltet hat. Die Workshopteilnehmer tauschten ihre Erfahrungen in der interreligiösen und interkulturellen Bildung aus und stellten Beispiele für Methoden und Ansätze vor, die sich in ihren Regionen bewährt haben. Es wurden jeweils auch die regionsspezifischen Herausforderungen interreligiöser und interkultureller Bildung diskutiert und Vorschläge gemacht, die man mit diesen Herausforderungen umgehen kann. Diese Empfehlungen werden beim Forum ausgetauscht.

Bei den Regionalkonferenzen kamen nicht nur viele herausragende Experten zusammen. Jede Konferenz war durch die unterschiedlichen Herkunftsländer der Teilnehmer und ihre vielfältigen Berufsprofile an sich einzigartig. Zum ersten Workshop des Jahres in Wien kamen Vertreter aus dem Bereich der interkulturellen und interreligiösen Bildung von Forschungseinrichtungen, zwischenstaatlichen Institutionen, Bildungseinrichtungen, religiösen Organisationen, aus Gesellschaft und Politik sowie Botschafter aus den Gründungsstaaten. In Addis Abeba waren unter den teilnehmenden Konferenzdelegierten mehr als zehn Länder vertreten. Beim vorletzten Workshop in Neu Delhi begrüßte KAICIID Teilnehmer aus ganz Indien sowie aus der gesamten Golfregion, aus Südostasien, Osteuropa und Zentralasien.

In Buenos Aires fand schließlich der letzte Workshop in der Reihe der vier Konferenzen statt. Hier nahmen 27 Vertreter aus 10 Ländern teil – Mexiko, Paraguay, Peru, Bolivien, Honduras, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica und Uruguay. Das Forum wird am 19. November 2013 mit der Verkündung internationaler Kooperationsverträge zum Abschluss kommen. Diese Kooperationsverträge werden ein wichtiger Bestandteil zur Entwicklung der Arbeit von KAICIID in der Zukunft sein.