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Forum in Addis Abeba diskutiert die Rolle religiöser Akteure bei der Bekämpfung von Gewaltanstiftung

04 Mai 2016

Vom 9. bis 11. Mai 2016 wird in der äthiopischen Stadt Addis Abeba ein Treffen zur Rolle afrikanischer religiöser Akteure in der Prävention von Gewalt, die zu grausamen Gewaltverbrechen führen könnte, stattfinden.

An dem Treffen werden verschiedene Religionsvertreter aus vielen verschiedenen Ländern teilnehmen, einschließlich: Burundi, die zentralafrikanische Republik, Tschad, Elfenbeinküste, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Guinea, Kenia, Liberia, Malawi, Nigeria, Ruanda, Somalia, Südafrika, Südsudan, Sudan, Tansania, Uganda und Simbabwe. Zwei Tage lang werden sie gemeinsam an einer Strategie arbeiten, mit der Anstiftung zu Diskriminierung, Feindschaft und Gewalt in der Region  verhindert und entgegengewirkt werden soll.

in den letzten Jahren haben grausame Verbrechen, verübt sowohl von staatlichen und nichtstaatlichen bewaffneten Akteuren zugenommen. Die Gewalt, die zu diesen Verbrechen führt, beginnt häufig mit einer Eskalation von Spannungen zwischen ethnischen und religiösen Gemeinschaften, die häufig durch Hassrede und Anstiftung zur Gewalttätigkeit ausgelöst wird. Als einflussreiche Autoritätspersonen in ihren Gemeinschaften spielen religiöse Akteure eine Schlüsselrolle bei der Verhinderung von Aufrufen zur Gewalt. 

Das Treffen wurde gemeinsam vom United Nations Office on Genocide Prevention and the Responsibility to Protect, dem internationale Dialog-Zentrum (KAICIID), dem Weltrat der Kirchen und dem Netz für religiöse und traditionelle Friedensstifter organisiert.

Bei der Sitzung werden die Teilnehmer lernen zu erkennen, was Anstiftung ist und werden lernen, beste Praktiken und Lektionen anderer religiöser Führer für die Verhinderung von Gewaltanstiftung zu identifizieren. Sie werden Wege finden auf denen religiöse Akteure schnell und entschieden Anstiftung zur Gewalt identifizieren und diesen entgegenwirken können, besonders in Situationen, in denen Gewalt eine reelle Gefahr ist.

Das Treffen wird auch die Rolle afrikanischer religiöser Akteure bei der Verhinderung der Radikalisierung von Jugendlichen und im Kontakt mit radikalisierten Jugendlichen, besonders denen, die aus Konfliktgebieten zurückkehren, behandeln, sodass diese rehabilitiert und in die Gesellschaft reintegriert werden können.