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ERZBISCHOF NZAPALAINGA UND IMAM LAYAMA ERHALTEN MUNDO NEGRO-BRUDERSCHAFTSPREIS

04 Feb 2017

Der Erzbischof von Bangui, Zentralafrikanische Republik, Monsignor Dieudonné Nzapalainga, und Imam Oumar Kobine Layama, Präsident der islamischen Gemeinde in der Zentralafrikanischen Republik, beides Mitglieder der vom Internationalen Dialogzentrum (KAICIID) unterstützten interreligiösen Friedensplattform, wurden am 4. Februar mit dem Mundo Negro-Bruderschaftspreis 2016 ausgezeichnet. Der Preis dient der Anerkennung ihres Einsatzes für die Aussöhnung, Friedensschaffung und Förderung des interreligiösen Dialogs in ihrem Land.

Seit 1994 wird er von der Zeitschrift Mundo Negro und den Comboni-Missionaren im Zusammenhang mit der jährlichen afrikanischen Begegnung, bei der sich dieses Jahr alles um „Islam und Christentum, Dialog unter einem Dach“ drehen wird, verliehen.

„Muslimisch-christlicher Dialog ist weder eine Theorie noch eine Abstraktion. Er ist eine Lebensart“, so Monsignor Nzapalainga bei einem Treffen mit der spanischen Presse vor der Preisverleihung. „Interreligiöser Dialog ist das Herzstück des Christentums und des Islam. Und die Krise in der Zentralafrikanischen Republik hat uns diese Gelegenheit geboten“, fügte Imam Layama hinzu. Im Gespräch über den Konflikt in der ZAR merkten sie an, dass Religion politisch manipuliert worden sei.

„Wir gratulieren Monsignor Nzapalainga und Imam Kobine Layama zu dieser Auszeichnung. Sie sind Freunde des Zentrums, das den Aussöhnungsprozess in ihrem Land unterstützt hat. Wir freuen uns zu sehen, dass die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen anerkennt und seitens des KAICIID werden wir ihren Einsatz weiter unterstützen“, stellte KAICIID-Generalsekretär Faisal Bin Muaammar fest.

Mon. Nzapalainga und Imam Kobine Layama gründeten 2013 gemeinsam mit dem Präsidenten der Evangelischen Allianz, Pastor Nicolas Guérékoyaméné-Gbangou, die CAR Interfaith Platform. Diese religionsübergreifende Organisation repräsentiert die drei größten Religionsgemeinschaften des Landes und unterstützt Dialog als vorbeugende Maßnahme wie als Mittel auf der Suche nach Frieden. Zu Kriegszeiten und in der aktuellen Phase der Aussöhnung bewegen die drei religiösen Würdenträger Katholiken, Muslime und Protestanten dazu, von weiterer Gewalt Abstand zu nehmen und den Rache-Kreislauf unter ihren Religionsgemeinschaften zu durchbrechen.

Seit 2015 unterstützt das KACIID die CAR Interfaith Platform. Vor Kurzem hat das Zentrum den Mitgliedern der Plattform drei einzelne Finanzhilfen bereitgestellt, um ihre Bemühungen um die Fürsprache für Frieden und Aussöhnung zu fördern und die Bedeutung des interreligiösen Dialogs bei der Konfliktlösung und dem Abbau von Spannungen und Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik zu unterstreichen. Die Zuschüsse dienen der direkten Unterstützung der Feldarbeit der Würdenträger für die Aussöhnung und Gewaltverhinderung in Gegenden des Landes, in denen es zu Gewaltausbrüchen kommt. In diesen Regionen treten sie gemeinsam in direkten Kontakt mit allen Gruppen und rufen zur Versöhnung auf.