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Einladung zur Bewerbung für finanzielle Zuschüsse in Nigeria

27 Apr 2021

Unterstützung für Friedensstifterinnen und -stifter

KAICIIDs Nigeria Small Grants Scheme, eine Initiative für finanzielle Zuschüsse in Nigeria, lädt ab sofort zur Einreichung von Vorschlägen ein. Bewerbungsfrist ist der 20. Mai 2021. Das Programm bietet technische und finanzielle Unterstützung von bis zu 4.000 Euro für nigerianische Organisationen, die in Abstimmung mit etablierten Dialogplattformen innovative Ansätze zur Friedensförderung und für interreligiösen Dialog finden.

Die Bewerbung steht Initiativen offen, die es religiösen und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren ermöglichen, durch ein gemeinsames Projekt interreligiösen Dialog und Frieden zu fördern. Innovative Ansätze, zum Beispiel durch Kunst und neue Technologien, sowie traditionelle Dialogmechanismen werden ebenfalls gefördert. Projekte, die neue Wege zur Auseinandersetzung mit Medien schaffen und die politische Entscheidungsträgerinnen und -träger einbeziehen, werden besonders berücksichtigt. Für weitere Details zu den Fördervoraussetzungen und zur Bewerbung klicken Sie hier.

 

Erfolgreiche Projekte

In den letzten zwei Jahren wurden Dutzende Projekte in ganz Nigeria im Rahmen des Förderprogramms durchgeführt. Die Projekte konzentrierten sich auf die Prävention von Gewalt auf Gemeindeebene, die Förderung des Dialogs im Internet oder den Aufbau von interreligiösem Zusammenhalt auf Universitätsebene. Bei vielen Initiativen ging es um die Inklusion aller Geschlechter oder um die Einbeziehung von Randgruppen. Das Programm hat auch Aktivitäten unterstützt, die sich mit den Herausforderungen der aktuellen Coronavirus-Pandemie befassen. Im Folgenden finden Sie Beispiele für Projekte, die in den Jahren 2019 und 2020 unterstützt wurden.

 

Das Projekt Fatsuam

 

Als eine von vier Initiativen in Süd-Kaduna, die im Jahr 2020 von KAICIID unterstützt wurden, entstand das Projekt Fatsuam von Dr. John Dada. Beratungen mit angesehenen christlichen als auch muslimischen Führungskräften der Gemeinschaft hatten das Ziel, eine interreligiöse Lösung für den Kreislauf der Gewalt in der Gegend zu finden.

In Dadas Gemeinde gab es territoriale Streitigkeiten, die durch wirtschaftliche Kämpfe, politische Manipulation, Kriminalität und Jugendarbeitslosigkeit verschärft wurden und zu ethnischen und religiösen Spaltungen führten. Trotz des Konflikts gelang es Dr. Dada, eine interreligiöse Gruppe junger Menschen zusammenzustellen, die sich um ältere Menschen kümmerte und sie beschützte, als sie am verwundbarsten waren.

 

 


 

Virtuelle Friedensarbeit

 

Das Zentrum für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit startete Anfang 2020 einen Online-Kurs zur Friedensförderung. Es konnte damals noch nicht ahnen, wie wichtig interreligiöser und interkultureller Online-Dialog während der Coronavirus-Pandemie werden würde. Das Zentrum leitete eine virtuelle Dialogreihe, die junge Menschen aus verschiedenen Regionen Nigerias zusammenbrachte und ihnen Sprachkenntnisse und friedensfördernde Werkzeuge vermittelte, um den Dialog zwischen verschiedenen ethnischen Hintergründen zu erleichtern und neue Wege für Frieden im Land zu suchen.

 

 

Der Kaduna Workshop gegen Hassrede

 

Christliche und muslimische Studierende der Polytechnischen Universität Kaduna nahmen an Workshops teil, in denen sie lernten, miteinander zu kommunizieren, Hassrede zu bekämpfen und die Unterschiede der anderen zu schätzen. Kaduna, ein Bundesstaat in Zentralnigeria, besteht sowohl aus christlichen als auch aus muslimischen Gemeinschaften, die manchmal wegen vermeintlicher kommunaler Unterschiede und Gerüchten in Konflikte geraten. Die jungen christlichen und muslimischen Bürgerinnen und Bürger zögerten zunächst, an dem Dialog teilzunehmen, sind jetzt aber eng befreundet und engagieren sich für interreligiöse Solidarität. Dieses Projekt wurde von KAICIID als Teil des Nigeria Small Grants Scheme finanziert, das zahlreiche Gemeinden in ganz Nigeria erreichte.

 

 

 

Bereit für die Bewerbung? Haben Sie noch Fragen? Erfahren Sie mehr über den folgenden Link: