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Eine Plattform für Dialogexperten: Die KAICIID Peace Map

2 Oktober 2015
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In den letzten Jahrzehnte wurden mehr und mehr Organisationen gegründet, die den interreligiösen Dialog nutzen, um die Probleme der Welt zu lösen. Tatsächlich wurden viele dieser Organisationen zwischen 2000 und 2012 gegründet, ein Jahrzehnt, das auch eine exponentielle Zunahme der Gewalt durch Menschen sah, die Religion als Rechtfertigung für ihr Handeln manipulieren.

Doch der interreligiöse Dialog ist weder ein neues Phänomen, noch ist er nur im Zusammenhang mit Konflikt zu sehen. In der Tat wurde die erste Organisation, die interreligiösen Dialog "benutzte", in den 1600er Jahren gegründet! Im engeren Sinne gab es Organisationen, die den interreligiösen Dialog fördern, schon lange vor den 1900ern.

Heute gibt es Tausende solcher Organisationen auf der ganzen Welt, die den interreligiösen Dialog nutzen, um ein breites Spektrum an Themen wie Menschenrechte, Gerechtigkeit, Geschlecht, Gesundheit, Bildung und Konflikte anzugehen. Sie arbeiten an der Basis, mit bestimmten Gemeinschaften, von Land zu Land und sogar weltweit.

Seit einiger Zeit, in der Tat, seit seiner Gründung im Jahr 2012, arbeitete KAICIID an einem Instrument, um diese Organisationen untereinander und mit Entwicklungsprogrammen und der weiteren Gemeinschaft politischer Entscheidungsträger verbinden zu können. Ein Tool, das Forscher, Studenten und die Öffentlichkeit nutzen können, um diesen spannenden Bereich und die Vorteile, die er bietet, besser zu verstehen.

Die KAICIID Peace Map (Friedenskarte) ist das Ergebnis monatelanger Forschung durch das KAICIID Research-Team und seine Unterstützer – das Internationale Friedensinstitut, das Harvard Pluralism Project, und die Coexister Interfaith-Tour. In der ersten Phase bieten wir Ihnen Informationen über die mehr als 400 Organisationen, die sich weltweit dem interreligiösen Dialog verschrieben haben.  Mithilfe von Webseiten auf Arabisch, Chinesisch / Mandarin, Englisch, Französisch, Deutsch, Hindi, Portugiesisch, Russisch oder Spanisch, gibt das IRD -Directory einen Überblick über Organisationen auf allen Kontinenten. Die Website ist so konzipiert, dass die Benutzer Organisationen nach Regionen und nach Fachgebiet finden können sowie Wechselwirkungen zwischen ihnen demonstriert werden, wo sie existieren. Nutzen Sie die Friedensfaktoren und thematischen Karten, um die Kontexte, in denen diese Organisationen tätig sind, zu beurteilen.

Die Sektion "Dialog Voices" schließlich interreligiösen Dialog-Experten auf der ganzen Welt einen Raum, um ihre Arbeit in ihren eigenen Worten zu präsentieren.

Wir hoffen, dass die Peace Map dabei helfen wird, die Lücken zu schließen, die zwischen den vielen Praktizierenden vor Ort und der Vielzahl anderer Organisationen auf allen Ebenen existieren. Wir hoffen, dass politische Entscheidungsträger, wie beispielsweise das World Leaders Meeting der Generalversammlung der Vereinten Nationen in dieser Woche, die Plattform nutzen werden, um den interreligiösen Dialog in ihr Toolkit aufzunehmen und so eine nachhaltige Entwicklung und Konfliktlösung zu erreichen. 

Wir werden auch weiterhin Unternehmen in die Peace Map aufnehmen, also bitte schauen Sie regelmäßig vorbei. Wir werden auch detailliertere Daten auf nationaler und lokaler Ebene hinzufügen sowie Analysen über interreligiöse Dialog-Aktivitäten in ihrem soziokulturellen Kontext.

Wir wollen, dass die PMP zu einer der Orte wird, der dabei hilft, besser zu verstehen, wie IRD zur "Glokalen" Dynamik im globalen Maßstab beiträgt - nicht nur durch die Bereitstellung präziser und korrekter Daten, sondern auch um den Menschen zu helfen, sich auf der Grundlage dieser Daten ihre eigene Meinung zu bilden.

Wir hoffen, Sie besuchen die PMP, teilen Sie sie mit Ihren Kollegen und fügen Ihre eigenen Organisationen zur Datenbank hinzu. Lassen Sie uns vor allem wissen, welche Verbesserungen wir vornehmen können, die Sie möchten, so dass sie Ihnen als Profis des interreligiösen Dialog besser als Werkzeug dienen kann!