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Beginn eines neuen Kapitels: Die diplomatische und religiöse Gemeinschaft Wiens verabschiedet KAICIID

23 Juni 2022

Elham Alshejni

Mitglieder diplomatischer Vertretungen, religiöse Führerinnen und Führer, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft sowie der ehemalige österreichische Bundespräsident Heinz Fischer nahmen an den Abschiedsfeierlichkeiten am bisherigen Amtssitz von KAICIID in Wien teil.

Wien, 24. Juni 2022 - Eine Woche vor der offiziellen Eröffnung der neuen Niederlassung des Internationalen Dialogzentrums in Lissabon versammelten sich langjährige Unterstützer und Partner ein letztes Mal am Hauptsitz von KAICIID in Wien, um Abschied zu nehmen. Vertreterinnen und Vertreter der diplomatischen Gemeinschaft, religiöse Persönlichkeiten, Mitglieder des multireligiösen Direktoriums des Zentrums sowie Freundinnen und Freunde – darunter auch der ehemalige österreichische Bundespräsident Heinz Fischer – überbrachten ihre besten Wünsche für die neue Ära des Zentrums.

 Alexander Müller)

„Heute Abend feiern wir die Erfolge von KAICIID, die wir von diesem Standort aus in der ganzen Welt erzielt haben. Wir setzen unseren Auftrag fort und beginnen einen neuen Abschnitt. Erhobenen Hauptes und mit Blick in die Zukunft feiern wir gemeinsam das Ende unserer Arbeit im schönen Wien und den Beginn einer neuen, vielversprechenden Zeit im warmen Lissabon. Mit der Übersiedlung nach Portugal beginnt für KAICIID eine neue Ära. Das Gastland des Dialogzentrums mag sich ändern, aber unser wichtiger Auftrag, den interreligiösen und interkulturellen Dialog in der ganzen Welt zu fördern, bleibt derselbe“, betonte Elham Alshejni, stellvertretende Generalsekretärin von KAICIID.

„Mit Blick in die Zukunft freut sich das Direktorium darauf, das Dialogzentrum in seinem neuen Gastland, der Portugiesischen Republik, florieren und reifen zu sehen. Ich bekräftige die Verpflichtung des Direktoriums, das Zentrum, seinen noblen Auftrag und seine stets wichtige Arbeit für die Völker der Welt zu unterstützen. Unabhängig davon, wo sich das Zentrum befindet, sind sein Auftrag und seine Reichweite global“, erklärte Dr. Kezevino Aram, Vorsitzende des KAICIID-Direktoriums.

Seit der Gründung von KAICIID besteht die Aufgabe des Zentrums darin, Gemeinschaften durch die Kraft des Dialogs zu verändern. Die KAICIID-Programme haben Vertreterinnen und Vertreter religiöser Gemeinschaften und politische Entscheidungsträgerinnen und -träger auf der ganzen Welt zusammengebracht, um integrative Lösungen für Konflikte zu finden, die in vielen Fällen auf den Missbrauch von Religion zurückzuführen sind. Die Arbeit des Zentrums basiert auf dem Grundsatz, dass alle Religionen, Glaubensrichtungen und Kulturen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, durch gemeinsame menschliche Werte vereint sind.

 Alexander Müller)

Die Verlegung dieser einzigartigen zwischenstaatlichen Organisation nach Portugal unterstreicht auch die verstärkten programmatischen Bemühungen des Zentrums in Europa. Dieser Kontinent braucht das große Potenzial des interreligiösen und interkulturellen Dialogs zur Förderung von Frieden und Zusammenhalt vielleicht mehr denn je.

Während der Abschiedsfeier im Palais Sturany bedankten sich die Repräsentanten des Zentrums bei der Republik Österreich dafür, dass sie das Zentrum seit der Aufnahme seiner Tätigkeit im Jahr 2012 beherbergt hat. Sie bedankten sich auch bei all jenen, die zum Auftrag und zur Arbeit von KAICIID in diesem Land beigetragen haben – Mitglieder der österreichischen Religionsgemeinschaften, Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und viele andere. Das Zentrum freut sich auf das nächste Kapitel in Lissabon und ist dankbar für den herzlichen Empfang, den die Republik Portugal ihm bereitet.