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„Gemeinsame Geschichte für ein Europa ohne Trennlinien“ bei KAICIID

10 April 2014
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Wichtige Teilnehmer der Konferenz „Gemeinsame Geschichte für ein Europa ohne Trennlinien“, die am 9. und 10. April vom Europarat zusammen mit der Universität Wien veranstaltet wurde, ergänzten ihren vollen Zeitplan am Mittwoch, den 9. April,

 um einen Besuch im Internationalen König-Abdullah-Bin-Abdulaziz-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID). Unter den Konferenzteilnehmern waren Vertreter des Bildungsprogramms des Europarates und Fachleute aus den Bereichen Bildung und Kultur aus Portugal, Spanien und Österreich, die sich mit leitenden Mitarbeitern des Dialogzentrums trafen, um potenziell für beide Seiten interessante Themenbereiche zu identifizieren und zu besprechen. Villano Qiriazi, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik des Europarates; Tatiana Minkina-Milko, Leiterin der Einheit für geschichtliche Bildung; Christianne Yiannakis, Koordinationsbeauftragte der Einheit für geschichtliche Bildung; Luísa de Bivar Black, Europarat-Expertin und Dozentin aus Portugal; Cristina del Moral von der spanischen Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Prof. Mag. Dr. Alois Ecker, Abteilung für Geschichtsdidaktik, Sozialwissenschaften und politische Bildung Universität Wien, wurden am Hauptsitz von KAICIID von der stellvertretenden Generalsekretärin Claudia Bandion-Ortner empfangen.

Die Programmleiterin des Dialogzentrums, Dr. Hillary Wiesner, erläuterte den Anwesenden die Programme, Studien, Pläne und Errungenschaften des Zentrums seit seiner Gründung im November 2012. In Anlehnung an das politische Netzwerk von KAICIID im Bereich interreligiöser und interkultureller Bildung und an das Programm „Das Bild des Anderen“ lobte Dr. Wiesner die langjährige Arbeit des Rates in diesem Bereich und nannte potenzielle Kooperationsbereiche bei Projekten, die von beiderseitigem Interesse sind. Herr Qiriazi fasste die Erfahrung, die Projekte und die Programme des Europarates für die Vertreter von KAICIID zusammen. Er betonte vor allem die Projekte über die religiösen Dimensionen interkultureller Bildung, die der Europarat zwischen 2006 und 2008 zusammen mit einem Referenzbuch für Lehrkräfte entwickelt hat. Das Projekt führte Religion als wichtiges Element der bildungspolitischen Debatte des Ministerkomitees ein, in dem es der politischen Empfehlung CM/ Rec (2008) 12 über die „Dimension religiöser und nicht-religiöser Überzeugungen in der interkulturellen Bildung“ zustimmte.

Frau Bandion-Ortner erklärte, dass KAICIID und der Europarat beide voneinander profitieren könnten, indem sie Know-how teilten und sich auf gemeinsame Interessensgebiete im Kapazitätenausbau für interkulturelle und interreligiöse Bildung in verschiedenen Regionen konzentrieren. Herr Qiriazi und Frau Milko erklärten, dass das Know-how des Europarates in Bezug auf Geschichte, interkulturelle Bildung und Initiativen für Frieden und Versöhnung die Hauptbereiche seinen, in denen sich die Interessen der beiden Organisationen überschneiden und eine Zusammenarbeit denkbar wäre. 

 

Hintergrundinformationen: 

„Gemeinsame Geschichte für ein Europa ohne Trennlinien“ ist ein fortlaufendes Projekt, das ursprünglich im Juni 2010 vom Europarat in Oslo mit Unterstützung durch das Bildungsministerium Norwegens und in Zusammenarbeit mit dem europäischen Wergeland-Zentrum ins Leben gerufen wurde.