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Traditionelles Theater für Dialog, Bildung und Frieden in Myanmar

23 Jun 2020

Paungsie Metta Initiatives (PMI), eine wichtige Partnerorganisation von KAICIID in Myanmar, fördert Dialog und Frieden durch Theater. So soll sozialer Zusammenhalt gewährleistet und für friedliche Wahlen gesorgt werden. Einige befürchten, dass die Wahlen im November 2020 von kommunalen Spannungen und Gewalt begleitet werden könnten. Die PMI-Mitglieder versuchen, das friedliche Zusammenleben durch Dialog im Theater zu unterstützen.

 

 

 

„Myanmar ist ein Land mit verschiedenen Ethnien und Religionen“, so Zaw Zaw Aung, Programm-Manager bei PMI. „Alle Menschen in Myanmar lieben Kunst. Sie sind eher bereit, ehrlich und offen miteinander umzugehen, gemeinsam zu lachen und nachsichtig zu sein, wenn es um Kunst geht.“ Kunst und Theater sind Wege, um soziale Fragen zu thematisieren. So kann Dialog auf einfache Weise gestartet werden und weit über oberflächliche Diskussionen hinausgehen.

PMI schulte vier Basisorganisationen aus verschiedenen Bundesstaaten und Regionen, darunter Thaninthay, Chin, Mon und Sagaing, um Anyint aufzuführen. Anyint ist ein traditionelles burmesisches Theatergenre, das Komödie und Tanz kombiniert. Es ist weithin bekannt und wird oft für politische Kommentare, Dialog und Satire im Land genutzt.

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Gemeinsam entwickelten die vier Basisorganisationen Botschaften, die zu friedlichen Wahlen aufrufen. Sie organisierten Theaterstücke, um mit der Bevölkerung über die Wahlen zu reden und sie aufzuklären. Sie ermutigen die Jugend, sich für die Gewaltprävention vor Wahlen im ganzen Land einzusetzen. Insbesondere sprechen sie den Einsatz von Hassrede an, um Gewalt zu schüren. Aber sie sensibilisieren auch für Bürgerrechte, darunter das Wahlrecht und wie dieses ausgeübt wird.

„KAICIID setzt sich dafür ein, PMI dabei zu unterstützen, die Kultur des Dialogs und des Friedens auf innovative Art zu fördern, um Gewalt zu verhindern. Die Zusammenarbeit mit PMI durch die Nutzung des traditionellen Theaters zur Bekämpfung von Hassrede und der Anstiftung zu Gewalt während der Wahlen ist ein großartiges Beispiel für innovative und kulturell sensible Ansätze, die sich als recht populär und wirksam erweisen. Wir freuen uns darauf, ähnliche Initiativen in Zukunft zu unterstützen“, so Harry Myo Lin, KAICIIDs Länderexperte für Myanmar.

 

 

Bis heute gab es mehr als 25 Schulungen und Aufführungen, die mehr als 5.000 Menschen, darunter mehr als 3.000 Frauen, erreichten. Einige Aufführungen beinhalten interaktive Aktivitäten im Anschluss an das Theaterstück, bei denen das Publikum gemeinsam Lösungen für Probleme im Zusammenhang mit den Wahlen suchen. Die vier Basisgruppen werden ihre Arbeit mit den Gemeinschaften fortsetzen. Sie werden das Theater nutzen, um die Öffentlichkeit zu mobilisieren und über die Vermeidung von Gewalt und Hassrede im Vorfeld der Wahlen aufzuklären.

 

 

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